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Gleichstellung: Fokus liegt neu auf Quartier, Schule und Arbeit

2022-08-19 11:05:04
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Quelle: Stadt Bern

Der Gemeinderat hat beschlossen, die Ziele der Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen anzupassen, wie die Stadt Bern schreibt.

Neu solle den Bedürfnissen von Menschen mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen sowie neurodivergenten Personen noch besser entsprochen werden. Thematisch sollen die Quartierarbeit, das Erwerbsleben und die Volksschule in den Fokus rücken.

Die Neuausrichtung basiert auf einer Standortbestimmung, welche zusammen mit der Berner Fachhochschule durchgeführt wurde.Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen wurde Ende 2020 eine Standortbestimmung durchgeführt. Die Evaluation in Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule zeigt auf, dass die Fachstelle in den zehn Jahren des Bestehens einiges erreichen konnte.

So wurden erfolgreich bauliche Massnahmen zum Abbau von Hindernissen im öffentlichen Raum und im öffentlichen Verkehr umgesetzt und das Angebot im Bereich Freizeit, Kultur und Sport ausgebaut. Die Stadt Bern positionierte sich als vorbildliche Arbeitgeberin für Menschen mit einer Behinderung.Dennoch besteht nach wie vor grosser Handlungsbedarf.

In Zukunft sollen deshalb Personengruppen stärker in den Fokus gerückt werden, deren Bedürfnisse bis anhin noch wenig Eingang in die Gleichstellungsarbeit gefunden haben. Bei den Themen sollen dort Schwerpunkte gesetzt werden, wo die Stadt Bern mit ihren Angeboten gut ansetzen kann: in der Quartierarbeit, in der Volksschule und im Erwerbsleben.Der barrierefreie Zugang zu den Angeboten im Quartier solle weiter verbessert und die Vernetzung im Wohnquartier gefördert werden.

Zudem solle die Integration von Kindern mit Behinderungen in die Volksschule erleichtert werden. Diese Massnahmen begünstigen die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen in allen anderen Lebensbereichen und wirken sich auch positiv auf die Integration in den Arbeitsmarkt aus.

Die drei Schwerpunkte tragen somit zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit und sozialen Inklusion und damit zur selbstbestimmten Lebensführung von Menschen mit Behinderungen bei.Der Stadt Bern sei es wichtig, dass die Anliegen aller Behindertengruppen gleichermassen Gehör finden. Die Bedürfnisse von Personen mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen sowie neurodivergenten Personen (mit Autismus-Spektrum-Störungen, ADHS etc.) sollen deshalb in der Stadtverwaltung zukünftig noch besser Gehör finden.

Die Fokuserweiterung der Fachstelle steht im Einklang mit den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention, welche die Schweiz 2014 ratifiziert hat..

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