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Klimabilanz: zusätzliche Anstrengungen sind notwendig

2022-09-23 10:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Der neue Controllingbericht zur Energie- und Klimastrategie (EKS) 2025 der Stadt Bern macht deutlich, dass weiterhin grosse Anstrengungen notwendig sind, um die im Klimareglement gesetzten Ziele zu erreichen, wie die Stadt Bern meldet.

Im Gebäudebereich sei ein sehr grosses Sparpotential vorhanden, dass konsequent genutzt werden muss. Der Gemeinderat habe den Bericht für die Jahre 2020/2021 genehmigt.Die Stadt Bern überprüft regelmässig, ob sie ihre lang- und mittelfristigen Ziele betreffend Klimaschutz und Energiehaushalt erreicht.

Der Gemeinderat habe den Controllingbericht der Energie- und Klimastrategie (EKS) für die Jahre 2020/2021 genehmigt. Der Bericht zeigt, dass weiterhin grosse Anstrengungen notwendig sind, damit die Stadt Bern die im Klimareglement vorgegebenen Ziele erreicht.

Die CO2-Emissionen konnten zum ersten Mal seit 2016 nicht merklich gesenkt werden. Trotzdem gibt es auch erfreuliche Tendenzen: Der Stromverbrauch sei beispielsweise in der ganzen Stadt zurück gegangen und der Anteil erneuerbarer Energien für die Wärmeerzeugung konnte gesteigert werden.Die Resultate der vergangenen beiden Jahre seien auf den ersten Blick ernüchternd.

Viele Zwischenziele, die sich die Stadt Bern in der EKS 2025 gesetzt hat, wurden nicht oder nur knapp erreicht. 2021 betragen die Emissionen pro Kopf und Jahr 4,46 Tonnen CO2-Äquivalente und liegen damit über dem vorgesehenen Absenkpfad.

«Gebäude müssen energetisch saniert und die Erneuerbarkeit bei der Wärmeversorgung muss gesteigert werden. Etwa die Hälfte der städtischen Emissionen entfällt auf die Wärmeversorgung», sagt Umwelt- und Energiedirektor Reto Nause.

Alle seien gefordert, ihre Emissionen zu verringern: Die Stadtverwaltung und verwaltungsnahen Betriebe, aber auch Liegenschaftsbesitzer*innen, Autohalter*innen und Unternehmer*innen.Um die Klimaziele der Stadt Bern zu erreichen, wären griffigere gesetzliche Grundlagen auf kantonaler Ebene wichtig – gerade im Bereich des Heizungsersatzes seien diese aus Sicht der Stadt nicht ausreichend. «Es gibt aber auch erfreuliche Nachrichten», sagt Adrian Stiefel, Leiter des Amts für Umweltschutz.

«Die neue Transportleitung für Fernwärme ab der Energiezentrale Forsthaus sei teilweise gebaut, in den nächsten zwei Jahren werden viele Anschlüsse an die neue Wärmeversorgung möglich. So können zum Teil sehr grosse Öl- und Gasheizungen durch Fernwärme ersetzt werden.», so Adrian Stiefel weiter.Im Sektor Wärme fallen weiterhin die meisten städtischen Emissionen an.

Seit 2008 seien sie um 28 Prozent gesunken. Trotz erhöhtem Wärmeverbrauch konnten die Emissionen aus dem Sektor Wärme in den Jahren 2020 und 2021 gegenüber 2019 leicht reduziert werden.

Dies dank dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung. Dieser beträgt aktuell über das gesamte Stadtgebiet 27 Prozent.

Die Emissionen im Sektor Strom haben trotz sinkendem Verbrauch erneut zugenommen. Die Zunahme sei auf die höheren Betriebsstunden des 2035 zu ersetzenden Gas- und Dampf-Kraftwerks in der Energiezentrale Forsthaus zurückzuführen.

Im Sektor Mobilität können für die letzten beiden Jahre keine fundierten Aussagen zur Entwicklung in der Stadt Bern gemacht werden. Der Bund habe aufgrund der Corona-Pandemie die statistische Bevölkerungsbefragung (Mikrozensus) verschoben.

Die Stadt sei auf die Daten und anschliessende Auswertungen durch den Kanton angewiesen, um Aussagen für das Stadtgebiet treffen zu können.Am 1. September 2022 sei das Klimareglement der Stadt Bern in Kraft gesetzt worden. Dort sei der verbindliche Absenkpfad für die Stadt Bern festgehalten.

Es besagt, dass die CO2-Äquivalente pro Person bis im Jahr 2035 nur noch 1 Tonne pro Person betragen darf. Mit dem Klimareglement werde das Ziel, die CO2-Emissionen auf dem Gebiet der Stadt zu senken, verbindlich festgehalten, das Reglement bildet die Grundlage für die Energie- und Klimastrategie 2035.Damit die Stadt Bern ihre Klimaziele erreicht, seien alle gefragt.

Informationen, wie die Stadtbevölkerung, Liegenschaftsbesitzer*innen und die Privatwirtschaft ihren Beitrag zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung leisten können, seien auf der neu überarbeiteten Internetseite (www.bern.ch/klima) ersichtlich. Hier werde auch aufgezeigt, welche Beratungs- und Finanzierungsmöglichkeiten in der Stadt Bern vorhanden sind. .

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