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Jährlicher Baumersatz: Trockenes Jahr setzt Bäumen zu

2022-11-29 10:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Im Rahmen des Baumunterhalts fällt Stadtgrün Bern ab Ende November 167 Park- und Strassenbäume, wie die Stadt Bern mitteilt.

Dabei handelt es sich ausschliesslich um abgestorbene oder kranke Bäume sowie um Bäume, die ein Sicherheitsrisiko darstellen. Alle Exemplare werden ab dem kommenden Frühjahr durch neue Bäume ersetzt.Das vergangene Jahr habe den Berner Stadtbäumen zugesetzt.

Aufgrund der hohen Temperaturen haben die Bäume mehr Wasser verdunstet, um sich vor der Hitze zu schützen. Die dadurch entstehende Abkühlung wirkt sich auf die Umgebung aus, wovon wir Menschen in der Stadt profitieren.

Bäume seien daher ein zentrales Element der sogenannten Klimaanpassungsmassnahmen, mit denen man in Städten die Auswirkungen des Klimawandels – wie zum Beispiel den Hitzeinseleffekt – abmildern möchte.Für die Bäume hingegen geht die Rechnung nur auf, wenn ausreichend Wasser im Boden zur Verfügung steht. Das war im Jahr 2022 aufgrund der fehlenden Niederschläge nicht der Fall.

Bereits im August versuchten manche Bäume daher, sich vor weiterer Verdunstung zu schützen, indem sie die Blätter frühzeitig abwarfen. Bei anderen Bäumen starben ganze Äste ab und einige bereits geschwächte Exemplare seien sogar ganz abgestorben.Stadtgrün Bern überprüft regelmässig, wie gesund und standsicher die Bäume im öffentlichen Raum sind.

Aufgrund dieser Kontrollen entscheiden die Baumfachleute, welche Bäume mit zusätzlichen oder speziellen Pflegemassnahmen erhalten werden können oder ersetzt werden müssen. Aufgrund der Trockenheit waren die Baumfachleute in diesem Jahr noch öfter als sonst in der Stadt Bern unterwegs, um die 23`100 Bäume auf öffentlichem Grund zu kontrollieren und zu pflegen.

Denn Totholz könne brechen und gefährlich für Passant*innen werden.Ab Ende November werden nun die Bäume gefällt, die aufgrund grösserer Beeinträchtigungen nicht mehr durch Pflegemassnahmen zu retten seien oder ein Sicherheitsrisiko darstellen. Die notwendigen Fällungen werden jedes Jahr im Winter durchgeführt, wenn sich die Natur in der Winterruhe befindet.

Die Arbeiten enden Anfang des neuen Jahres, bevor die Nist- und Brutzeit der Vögel beginnt. Alle gefällten Bäume werden ab dem kommenden Frühjahr durch neue Bäume ersetzt.Stadtbäume müssen generell mit besonderen Stressfaktoren wie Luftverschmutzung, Bodenverdichtung, Streusalzbelastung, Trockenheit und Hitze zurechtkommen.

Zudem machen die veränderten klimatischen Bedingungen den Bäumen zu schaffen. Auf der Suche nach klimaanpassungsfähigen Stadtbäumen testet die Stadt Bern daher in einem Versuch auf der Schützenmatte unterschiedliche Baumarten und Baumsubstrate.

Der Versuch solle darüber Aufschluss geben, welche Bäume mit heissen Sommern und längeren Trockenphasen besser zurechtkommen. Ausserdem möchte man unter anderem herausfinden, wie Baumpflanzgruben, Baumsubstrate und das Giesswassermanagement optimiert werden können.

Für den Test sei die weitgehend versiegelte Schützenmatte als Extremstandort für Trockenheit und Hitze ideal..

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