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Fussballclubs lehnen Kaskadenmodell ab: SFL und KKJPD kooperieren stattdessen

Nach breiter Vernehmlassung lehnen Swiss Football League (SFL) und Klubs das Kaskadenmodell der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) ab. Sie sehen das Modell als einseitig und unverhältnismäßig an und stärken parallel ihre Partnerschaft mit den SBB bei Fanreisen.

2024-03-14 16:32:02
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Quelle: BSC Young Boys

Nach einer breit angelegten Vernehmlassung lehnen die Swiss Football League (SFL) und ihre Klubs das Kaskadenmodell der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen- und -direktoren (KKJPD) ab. Sie erachten das Modell und seine Anwendung in der Praxis als nicht zielführend, einseitig und unverhältnismässig. Parallel dazu wurden in zwei weiteren Teilprojekten unter dem Arbeitstitel "Progresso" wichtige Dialogplattformen geschaffen, um Sicherheitsthemen gemeinsam mit allen Stakeholdern in einem konstruktiven Rahmen anzugehen. So führte die SFL bereits im letzten Herbst lokale Stadionallianzen ein und verstärkt die Partnerschaft mit den SBB bei den Fanreisen.

Partnerschaftliche Weiterentwicklung mit den SBB

Die SFL und die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen- und -direktoren (KKJPD) verfolgen gemeinsam das Ziel, Fanausschreitungen ausserhalb der Stadien zu minimieren. Zu diesem Zweck wurde vor einigen Monaten das Projekt "Progresso" lanciert. In diesem Rahmen haben sich die SFL und die SBB auf eine partnerschaftliche Weiterentwicklung im Bereich Transport/Fanreisen geeinigt. Die SFL und die Klubs beteiligen sich unter anderem direkt oder über Marketingleistungen an den Kosten der SBB.

Stadionallianzen stärken den lokalen Dialog

In einem zweiten Projekt stimmten die Klubs dem Antrag der SFL zu, lokale Stadionallianzen zu etablieren. Seit dem positiven Entscheid im vergangenen November wurden diese permanenten Dialogplattformen an allen Standorten der Super League auf- oder ausgebaut, um den intensiven Austausch mit allen an der Organisation von Fussballspielen beteiligten Partnern weiter zu intensivieren. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Beteiligten im konstruktiven Dialog sinnvolle und zielführende Lösungen im Sicherheitsbereich entwickeln können.

Breite Vernehmlassung zum Kaskadenmodell

Die SFL hat auch die Erarbeitung des sogenannten Kaskadenmodells der KKJPD kritisch begleitet. Das Kaskadenmodell besteht aus verschiedenen Stufen, wobei bestimmte Vorkommnisse automatisch vordefinierte Massnahmen auslösen. Die ersten Stufen des Modells beinhalten Massnahmen des Dialogs, die weiteren Stufen umfassen repressive Massnahmen. Nach einer breit angelegten Vernehmlassung sind die SFL und die Klubs einstimmig zum Schluss gekommen, das Kaskadenmodell abzulehnen.

Aus Sicht der SFL und der Klubs ist das Kaskadenmodell nicht zielführend, einseitig und unverhältnismässig: Es vermischt Prävention und Repression und fokussiert nicht auf die Verhinderung zukünftiger Gewalttätigkeiten, wie es das Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen mit seinem präventiven Charakter vorsieht. Dieser präventive Charakter wurde vom Bundesgericht in einem Entscheid bestätigt.

Bestehende Instrumente des Konkordats konsequent anwenden

Die SFL erachtet das "Hooligan-Konkordat" als ausreichende gesetzliche Grundlage, um die Sicherheit innerhalb und ausserhalb der Stadien zu gewährleisten. Um die heutige Situation zu verbessern, müssen die bestehenden Instrumente und Massnahmen noch konsequenter angewendet werden, insbesondere bei der Verfolgung von Einzeltätern. Gewalttäter müssen konsequent verfolgt und bestraft werden. Die Klubs unterstützen die Polizei dabei laufend mit zahlreichen Hinweisen zur Identifizierung von Tätern, damit diese mit Stadion- und/oder Rayonverboten oder noch wirkungsvoller mit Meldeau

(Quelle:BSC Young Boys Bearbeitet mit ChatGPT)

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