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Deutlicher Anstieg von Beratungsgesprächen zu Radikalisierung in Bern - Fachstelle zieht positive Bilanz

Die Fachstelle Radikalisierung und Gewaltprävention der Stadt Bern verzeichnet einen klaren Anstieg von 29 vertieften Beratungsgesprächen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr. Die vermehrte Sensibilisierung für das Beratungsangebot hat zu dieser Steigerung geführt.

2024-06-19 11:05:04
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Quelle: Stadt Bern

Die Fachstelle Radikalisierung und Gewaltpravention der Stadt Bern hat im vergangenen Jahr mit 29 vertieften Beratungsgesprachen deutlich mehr Kontakte verzeichnet als im Vorjahr. Dies durfte unter anderem auf eine vermehrte und gezielte Sensibilisierung fur das Angebot zuruckzufuhren sein. Nach dem Tatigkeitsbericht von 2020 strebt die Fachstelle eine jahrliche und systematische Erhebung der Beratungstatigkeit an. Das mit dem Ziel, kunftig Tendenzen und Veranderungen im Bedurfnis der Ratsuchenden noch besser zu erkennen und diesen Rechnung zu tragen.

Die Anlaufstelle fur Radikalisierung und Gewaltpravention

Die Fachstelle Radikalisierung und Gewaltpravention der Stadt Bern ist die Anlaufstelle fur Fragen und Beratungen rund um die Themen Radikalisierung, Extremismus und damit verbundene Gewalt. Sie berat, sensibilisiert und vernetzt Betroffene, Fachpersonen und Interessierte. Letztmalig wurde im Jahr 2020 ein Tatigkeitsbericht der Fachstelle Radikalisierung und Gewaltpravention publiziert.

Darin wurde auf die Grundung im Jahre 2014 und die Beratungsjahre 2015 bis 2020 zuruckgeblickt. Kunftig mochte die Fachstelle mit einem jahrlichen Bericht detaillierter uber ihre drei Tatigkeitsfelder Radikalisierung, Gewaltpravention und Bedrohungsmanagement berichten und legt mit dem Jahresbericht 2023 den ersten solchen Bericht vor. Ziel ist es, kunftig Tendenzen und Veranderungen in der Gesellschaft und im Bedurfnis der Ratsuchenden noch besser erkennen und diesen anpassen zu konnen.

Deutlicher Anstieg bei Beratungsgesprachen

Im Jahr 2023 verzeichnete die Fachstelle mit 29 vertieften Beratungsgesprachen zum Thema Radikalisierung einen deutlichen Anstieg von neuen Fallen gegenuber dem Vorjahr. Das Bedurfnis nach Beratung ist seit der Schaffung der Fachstelle im Jahr 2014 starken Schwankungen unterworfen. Der klare Anstieg im Jahr 2023 gegenuber 2022 durfte aber hauptursachlich auf den verscharften Fokus auf die Bekanntmachung des Angebots durch die Fachstellenmitarbeitenden zuruckzufuhren sein. Es freut uns, dass das Angebot der Fachstelle Radikalisierung und Gewaltpravention sowohl innerhalb der Stadtverwaltung Bern wie auch bei Partnerorganisationen, Institutionen und auch Privatpersonen immer bekannter wird, sagt Fachstellenleiter Roland Knori.

Die 29 neuen Anfragen im Jahr 2023 verteilten sich auf verschiedene Radikalisierungs-Richtungen (religios, politisch, thematisch), wobei die grosse Mehrheit dem religiosen Spektrum zuzuordnen war. Bei den Personen, welche sich auf dem Weg zur Radikalisierung befanden oder bereits radikalisiert waren, handelte es sich um Manner (63 Prozent), Frauen (27 Prozent) und gemischte Gruppen (10 Prozent). Die betroffenen Personen waren mehrheitlich Jugendliche respektiv junge Erwachsene. In 68 Prozent der Fallen wurden die Verdachtsfalle von Fachpersonen gemeldet beziehungsweise suchten Eltern (18 Prozent) oder nahestehende Personen (14 Prozent) Rat.

Mentoring-Programm und Gewaltpravention

Im Rahmen des ersten Nationalen Aktionsplans gegen Radikalisierung und gewalttatigen Extremismus (NAP) wurde 2019 das Mentoring-Programm der Stadt Bern initiiert und aufgebaut. Im Zeitraum von 2020 bis 2023 fuhrte die Fachstelle 22 Begleitungen durch. Ziel des Mentorings ist es, die betroffenen Personen aus ihrer Isolation hinauszufuhren beziehungsweise den Radikalisierungsprozess zu durchbrechen und die Betroffenen in der Gesellschaft zu re/-integrieren.

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(Quelle:Stadt Bern Bearbeitet mit ChatGPT)

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