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Forscher aus Bern haben eine KI-gestützte Entscheidungshilfe entwickelt, die vor Operationen neun von zehn Patient:innen mit einer milden Blutungsstörung erkennt. Das System ist webbasiert verfügbar und wurde extern validiert.

KI hilft bei der Einschätzung des Blutungsrisikos (Bild: Universität Bern)
Eine neue KI-gestützte Entscheidungshilfe namens MBD-Check soll vor Operationen das Risiko einer milden Blutungsstörung (MBD) bei Patientinnen und Patienten besser einschätzen. Das System wurde von Forschenden des Inselspitals, Universitätsspital Bern und der Universität Bern entwickelt und erfolgreich an einer unabhängigen Patientengruppe getestet. Es ist bereits als frei zugängliche Web-Anwendung verfügbar.
In der Studie analysierten die Forscher Daten von insgesamt 772 Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf eine milde Blutungsstörung. Für die Modellbildung standen 555 Datensätze zur Verfügung, weitere 217 wurden extern validiert. Der Algorithmus nutzt wenige, im klinischen Alltag üblicherweise vorhandene Informationen, darunter Laborwerte, Blutungsgeschichte und Geschlecht, um die Wahrscheinlichkeit einer MBD zu berechnen.
In der externen Validierung erkannte MBD-Check 90,2 Prozent der tatsächlich betroffenen Patientinnen und Patienten korrekt. Die Gesamtleistung übertraf etablierte Vergleichsverfahren. Zudem zeigte die Auswertung, dass das Tool mit wenigen Eingaben auskommt und zügig genutzt werden kann.
Prof. Dr. med. Michael Nagler, Leitender Arzt am Universitätsinstitut für Klinische Chemie, betont, dass das Tool ärztliche Entscheidungen nicht ersetzt, sondern unterstützt. Es soll jene Patientinnen und Patienten identifizieren, bei denen vor einem Eingriff weitere Abklärungen sinnvoll sein könnten.
Fachpersonen aus Chirurgie, Anästhesiologie und Hämatologie testeten die Anwendung ebenfalls. Die Bearbeitung von Fallbeispielen dauerte median 72 Sekunden, und die Benutzerfreundlichkeit wurde als hoch bewertet. Das System soll künftig nahtlos in klinische Abläufe und Krankenhausinformationssysteme integriert werden. Weitere Studien prüfen, ob präoperative Abklärungen effizienter gestaltet werden können.
(Quelle:Universität Bern Bearbeitet mit ChatGPT)
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