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Wissenschaft

Bern-Studie: Emotionen von Ärztinnen und Ärzten stärken Vertrauen in Gesprächen über schwere Krankheiten

Eine Schweizer Studie zeigt: Wenn Ärztinnen und Ärzte persönliche Erfahrungen teilen oder Emotionen zeigen, erhöht sich das Vertrauen, Mitgefühl und das Wohlbefinden im Gespräch über fortgeschrittene Krankheitsverläufe – ohne Verlust der Professionalität.

  • Emotionen zeigen macht Ärztinnen und Ärzte vertrauenswürdiger
    Emotionen zeigen macht Ärztinnen und Ärzte vertrauenswürdiger (Bild: Universität Bern)
  • Emotionen zeigen macht Ärztinnen und Ärzte vertrauenswürdiger
    Emotionen zeigen macht Ärztinnen und Ärzte vertrauenswürdiger (Bild: Universität Bern)
2026-08-06 04:25:03
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Quelle: Universität Bern

Eine aktuelle Studie der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld und der Stanford University belegt, dass der Ausdruck von Emotionen und das Teilen persönlicher Erfahrungen in Gesprächen über schwere Krankheiten das Vertrauen, das Mitgefühl und die wahrgenommene Professionalität von Patientinnen und Patienten erhöhen können.

In einem Vignetten-Design wurden 1’572 Schweizerinnen und Schweizer in 7’250 Szenarien versetzt, in denen Eigenschaften der Ärztin oder des Arztes, Gesprächsdauer, -klarheit, Beziehungsstruktur und Emotionsausdruck variierten. Ziel war, zu prüfen, welchen Beitrag authentische Emotionen zur Wahrnehmung leisten.

Zentrale Befunde

Eine passende persönliche Erfahrung des Arztes oder der Ärztin steigert das Vertrauen, das Mitgefühl, die Professionalität und das Wohlbefinden im Gespräch signifikant. Besonders sichtbar ist der Emotionsausdruck: Trauer kombiniert mit Tränen erhöht das Mitgefühl, ohne die Professionalität zu beeinträchtigen.

Selbstoffenbarung und Emotionsausdruck verschlechtern laut der Studie die Bewertungen nie, auch nicht bei kurzen Gesprächen oder fehlender Vorgeschichte. Allerdings spielen Kontext, Alter und Bildung eine Rolle; kritischere Bewertungen treten vor allem bei älteren und höher gebildeten Teilnehmenden auf.

Ausblick und Einordnung

Die Ergebnisse legen nahe, emotionale Kompetenzen stärker in die medizinische Ausbildung zu integrieren. Die Studienleitung betont, dass echte menschliche Verbindung zentrale Versorgungskomponenten seien, reale Gespräche aber komplexer seien als hypothetische Szenarien.

Die Forschung stellt fest, dass kulturelle Normen die Interpretation von Professionalität und Emotionsausdruck beeinflussen können und die Stichprobe vorwiegend aus Schweizer Staatsangehörigen bestand.

Die Ergebnisse wurden im Journal of General Internal Medicine publiziert. Die Studie empfiehlt, dass sich Patientinnen und Patienten ernst genommen fühlen und Ärztinnen und Ärzte die emotionalen Anforderungen ihres Berufs nicht allein tragen müssen.

(Quelle:Universität Bern Bearbeitet mit ChatGPT)

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