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In der Stadt Bern müssen 94 Haltekanten des öffentlichen Verkehrs prioritär an die Vorgaben der Hindernisfreiheit angepasst werden. Dafür hat die Stimmbevölkerung im März 2024 einen Rahmenkredit bewilligt. Nun beginnt Tiefbau Stadt Bern mit der Umsetzung: Ab 21. September 2026 werden die ersten sechs Haltekanten in Bümpliz, im Wyler und im Weissenstein angepasst. In den kommenden Jahren folgen schrittweise weitere Haltekanten.
2026-09-14 10:05:02In der Stadt Bern müssen 94 Haltekanten des öffentlichen Verkehrs prioritär an die Vorgaben der Hindernisfreiheit angepasst werden. Dafür hat die Stimmbevölkerung im März 2024 einen Rahmenkredit bewilligt. Nun beginnt Tiefbau Stadt Bern mit der Umsetzung: Ab 21. September 2026 werden die ersten sechs Haltekanten in Bümpliz, im Wyler und im Weissenstein angepasst. In den kommenden Jahren folgen schrittweise weitere Haltekanten.Ab Montag, 21. September 2026, werden die Haltekanten der Haltestellen Bachmätteli und Breitfeld (stadteinwärts) sowie jene der Haltestellen Wylerbad und Hardegg Vidmar (beide Fahrtrichtungen) baulich angepasst. An allen Standorten werden die Haltekanten erhöht, damit den Fahrgästen ein niveaugleicher Ein- und Ausstieg in die Busse zur Verfügung steht. Davon profitieren insbesondere Reisende mit Rollstuhl oder Rollator sowie Personen mit Kinderwagen oder Gepäck. Dafür sind Terrain- und Belagsarbeiten sowie der Einbau neuer Haltekantensteine erforderlich. Letztere ermöglichen es den Bussen, mit möglichst geringem Abstand an die Haltekante heranzufahren.Die Arbeiten dauern je nach Standort bis Ende Oktober bzw. Ende November 2026. Der öffentliche Verkehr fährt während der gesamten Bauzeit nach Fahrplan. In unmittelbarer Nähe der regulären Haltestellen werden provisorische Ersatzhaltestellen eingerichtet. Auch der Fuss-, Velo- und motorisierte Individualverkehr bleibt grundsätzlich gewährleistet. Während einzelner Bauphasen kann es jedoch kurzfristig zu Einschränkungen oder Umleitungen kommen, etwa bei Belagsarbeiten. Die Zugänge zu den Liegenschaften und Haltestellen bleiben offen.Zwischen Frühling und Herbst 2027 sollen weitere elf Haltekanten hindernisfrei umgestaltet werden. Vorgesehen sind die Haltestellen Bümpliz Schloss, Bümpliz Süd Bahnhof, Liebegg, Engeried und Manuelstrasse (beide Fahrtrichtungen) sowie die Haltestelle Spital Sonnenhof (stadteinwärts).Gemäss Eidgenössischem Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) müssen die Haltestellen des öffentlichen Verkehrs so gestaltet sein, dass Menschen mit Behinderung ohne fremde Hilfe ein- und aussteigen können. Dazu werden die Haltekanten erhöht, sodass ein niveaugleicher Ein- und Ausstieg möglich ist.Im März 2024 hat die Stadtberner Stimmbevölkerung der Vorlage «Hindernisfreie Um-gestaltung ÖV-Haltestellen: Rahmenkredit» zugestimmt. Mit dem Kredit von 67,5 Millionen Franken werden Haltekanten hindernisfrei ausgestaltet, deren Umgestaltung nicht schon im Rahmen eines ordentlichen Sanierungsprojekts vorgesehen und deren hindernisfreie Umgestaltung prioritär ist. In der Stadt Bern fallen 94 Haltekanten in diese Kategorie, vier davon wurden bereits im Rahmen eines Pilotprojekts umgestaltet.Da die 90 Haltekanten aus betrieblichen Gründen und aufgrund laufender Bauvorhaben nicht alle gleichzeitig angepasst werden können, werden sie in drei Projektpakete zusammengefasst. Für das erste Paket mit 36 Haltekanten, ausgewählt unter anderem nach Umsteigebeziehung, Frequentierung sowie Nähe zu Schulen, Spitälern und Alters- und Behinderteninstitutionen, hat der Gemeinderat im November 2024 eine erste Kredittranche von 24,6 Millionen Franken freigegeben. Pro Jahr können in der Stadt Bern rund 10 Haltestellen umgebaut werden. Der Umsetzungstakt richtet sich dabei sowohl nach den verfügbaren Planungs- und Ausführungskapazitäten als auch nach der Netzverträglichkeit des öffentlichen Verkehrs. Entsprechend werden die Arbeiten an den 94 Haltekanten voraussichtlich bis etwa 2035 dauern.