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Coronavirus - Tracen, testen, impfen im Kanton Bern

2021-02-25 13:05:02
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Quelle: Kanton Bern

Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) hat heute über den aktuellen Stand rund ums Tracen, Testen und Impfen informiert, wie der Kanton Bern schreibt.

Dabei gab sie bekannt, dass heute weitere 20 000 Impftermine aufgeschaltet werden können. Mit der für die erste Märzhälfte angekündigten Lieferung können nochmals Impftermine vergeben und zudem die Gruppe B zur Impfung zugelassen werden.

Um eine breite Testung durchführen zu können, treibt die GSI den Einsatz von Speichel-PCR-Schnelltests voran. Das Testzentrum Bernexpo stellt in der zweiten Märzwoche auf diese Tests um.Ende dieses Monats sei es ein Jahr her, seit der erste Coronafall im Kanton Bern bestätigt wurde.

Seit gestern vermeldet der Kanton Bern 112 Neuansteckungen. 73 Personen befinden sich im Spital, 1 Person sei verstorben.

Es wurden 1866 Tests durgeführt. Die Positivitätsrate liegt im Schnitt der letzten Tage bei rund 5%.

Die Zahlen bewegen sich nun schon seit einigen Wochen nach unten, wobei die Ansteckungen mit den mutierten Virusvarianten weiterhin sehr genau beobachtet werden müssen. Die Strategie des Kantons besteht weiterhin darin, schon bei ersten Anzeichen einer möglichen Verbreitung der mutierten Virusvarianten, mit breiten Massnahmen zu agieren und nötigenfalls auch indirekte Kontaktpersonen in Quarantäne zu setzen.«Die Qualität des Contact Tracings im Kanton Bern sei gut», unterstrich Raphael Ben Nescher, Chef des Corona-Sonderstabs, am Point de presse.

Im kantonalen Contact-Tracing-Team arbeiten momentan 200 Personen. Um Spitzen zu brechen, arbeitet das Contact Tracing mit einem externen Partner zusammen und könne somit die Kapazität sehr rasch erweitern.

Je nach Bedarf stehen auch Mitarbeitende der Kantonspolizei zur Verfügung. Die Varianten-Fälle verursachen bei der Abklärung der Ansteckungsketten fünf bis zehn Mal mehr Aufwand als die herkömmlichen Coronafälle, da Nachforschungen bis zu den Kontaktpersonen zweiten Grades unternommen werden.Es sei wichtig, dass während einer Periode von tiefen Fallzahlen das Testen von möglichen ansteckenden Personen forciert wird.

Breite Tests können aber nur dann durchgeführt werden, wenn sich die Bevölkerung selbständig zuhause testen kann. Dazu seien Antigen-Speichel/Nasal-Tests nötig.

Der Kanton Bern prüft den Einsatz solcher Tests für die ganze Bevölkerung und entscheidet nötigenfalls auch ohne vorliegende Validierung der Tests durch das BAG.Beim Impfen sei der Kanton nach wie vor solid unterwegs. Bis Ende dieser Woche werden alle impfwilligen Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen mindestens ein erstes Mal geimpft worden sein.

Weiter seien soeben Impfstofflieferungen eingetroffen. Deshalb könne der Kanton Bern heute weitere 20 000 Termine für eine Erst- und eine Zweitimpfung vergeben und damit 10 000 Personen zusätzlich zur Impfung zulassen.

In der ersten Märzhälfte können nach aktueller Planung abermals Termine aufgeschaltet werden; zudem solle dann die Impfgruppe B zur Impfung zugelassen werden. Der Kanton Bern bereitet sich ebenfalls darauf vor, die Hausärzte und Apotheker in der nächsten Phase der Umsetzung der Impfstrategie einzubinden.

Somit werden zusätzliche Impforte geöffnet, sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht.Wie geplant übergibt auf Mitte März Doktor med. Frank Neff sein Amt als Impfchef des Kantons Bern an seinen Nachfolger Doktor med.

Gregor Kaczala weiter. Der 47-jährige sei Kinderarzt und leitet den Medbase-Standort am Bahnhof Bern.

Die GSI dankt Frank Neff sehr herzlich für seinen grossen, erfolgreichen Einsatz.Der Kanton Zürich übernimmt die Impfapplikation VacMe des Kantons Bern. Sie setzt auf die vom Kanton Bern erarbeitete Lösung und adaptiert sie auf Zürcher Verhältnisse.

Es sei eine Übersetzung auf Englisch geplant. Dazu Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektor, Pierre Alain Schnegg: «Es freut mich, dass sich der Kanton Zürich für unsere Software entschieden hat.

Die beiden grössten Schweizer Kantone können künftig die Impfanmeldung, die Dokumentation und das Reporting auf der gleichen Basis durchführen»..

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