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Drei Comic-Stipendien der Deutschschweizer Städte

2021-03-19 11:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Simon Kiener (www.simonkiener.ch) gewinnt sein Stipendium mit einer Art Liebeserklärung an das Tscharnergut, wie die Stadt Bern ausführt.

Sein ausgeklügeltes Storyboard verspricht laut Jury, «eine authentische und unterhaltsame Fusion von Realität und Fiktion. Die Protagonisten seien liebevoll charakterisiert und widerspiegeln die grosse Spanne von Persönlichkeiten in unserer Gesellschaft mit ihren individuellen Freuden und Leiden.» So solle ein minutiöses Porträt des «Tscharni» entstehen, sowohl räumlich-architektonisch wie sozial und zwischenmenschlich.Samira Belorfs (https://samirabelorf.com) Stil beschreit die Jury als «jung, frech und unglaublich direkt, gewürzt von Jugendslang und unkontrolliertem Fluchen.» Samira Belorf verstehe es, autobiografische Episoden zwischen Alltag und Absurdität sympathisch und humorvoll zu vermitteln.

«Mit einem schnellen, leichten Strich», so die Jury, «mit aufmerksamer und einfühlsamer Beobachtung, mit einem Schmunzeln, aber auch authentischer emotionaler Betroffenheit führt sie die Betrachterinnen und Betrachter durch ihre Kindheit und Jugend zwischen Christentum und Islam, der Schweiz und Marokko.»Wanda Dufners (www.wandamirjana.ch) Projekt heisst «Herr Lehrer, ich bin schwanger». «Erfrischend leichtfüssig und unterhaltsam» fand die Jury ihre autobiographische Erzählung über Teenager-Schwangerschaften.

Dabei kritisiert die Zeichnerin die Erwartungen unserer Gesellschaft an Mütter, welche Teenager kaum erfüllen könnten. Wanda Dufner überzeugte die Jury mit «grosser Erzähllust, hinter der zahlreiche eigene, tiefgründige Erfahrungen stecken.»2021 wurden die Comic-Stipendien der Deutschschweizer Städte Basel (Christoph Merian Stiftung), Bern, Luzern und Zürich zum 8. Mal ausgeschrieben.

Dieses Jahr wurden die Stipendien nicht als reine Auszeichnung, sondern neu als Förderstipendien vergeben, um jungen und/oder aufstrebenden Zeichnerinnen und Zeichnern die Erarbeitung eines konkreten Projektes zu ermöglichen. Die Gewinnerinnen und Gewinner habe die Jury (Comic-Künstler Andreas Gefe, Regisseurin und Leiterin der Schweizer Künstlerbörse Gisela Nyfeler, Comic-Künstlerin Eva Rust, Kuratorin Debora Schär und Fumetto-Vorstandsmitglied Annette Schindler) aus 44 Eingaben ausgewählt.

Die Verleihung findet virtuell statt. Ein Video zeigt sie im Porträt und bei ihrer Arbeit, die auch in je einer Satelliten-Ausstellung am diesjährigen Comic-Festival Fumetto (20. bis 28. März 2021) gezeigt wird..

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