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Nachruf zum Abschied von Max Sterchi

2021-03-31 10:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Max Sterchi ist in der Nacht auf den 26. März 2021 in seinem 90. Lebensjahr verstorben, wie die Stadt Bern meldet.

Ihm in ein paar Zeilen gerecht werden zu wollen, sei praktisch aussichtslos. Denn mit Max Sterchi verliert Bern eine ungewöhnlich vielseitig engagierte und aktive Persönlichkeit.

Aber nicht nur das: Wir verlieren einen begeisterungsfähigen und pragmatischen, aber vor allem einen äusserst freundschaftlichen Mitmenschen.  Viele brachten Max Sterchi mit dem SCB in Verbindung, mit dem er das Geburtsjahr teilte.

Von den späten 1950er bis in die 2000er Jahre prägte Mäxu den SCB in unterschiedlichsten Rollen und Funktionen. Als Konditionstrainer (damals beruflich noch bei der Stadtpolizei) trug er massgeblich zum ersten SCB-Meistertitel 1959 bei, indem er die damaligen Amateure dazu brachte, bereits im Sommer an der Kondition zu arbeiten.

Auch national und international mischte er im Eishockey mit. Dem Juniorensport gehörte sein Herz.Doch Eishockey war längst nicht der einzige Sport, für den er sich engagierte: Als Leiter des Sportdienstes der Wander AG war er Anfang der 1970er Jahre Mitbegründer des populären OVO-Grand-Prix, den Skirennen für den Skinachwuchs.

Überhaupt Ovo und Max: die ergänzten sich grandios. Er war nicht bloss dabei, als der erste Vita Parcours in Bern gebaut wurde, sondern mischte auch beim Eidgenössischen Turnfest 1996 mit.

Und er sorgte mit dem Eisabrieb der Eisbahnen dafür, dass sich 2004 die weltbesten Langläufer auf einer Loipe in der Berner Altstadt ein Sprintrennen lieferten. Und wenn Max organisierte, dann waren alle Teil seiner grossen Familie, wie er auch seine Frau Lotti und seine ganze Familie für seine Projekte mit begeisterte, so dass seine Tochter Barbara einmal meinte, neben Christoph hätte sie noch einen zweiten Bruder gehabt: den SCB!Ich kannte Max persönlich erst seit dem Jahr 2000. Damals hatte er versucht, meine Wahl zum Regierungsstatthalter zu verhindern, da wir parteipolitisch das Heu nicht auf derselben Bühne hatten – er sass damals noch für die SVP im Grossen Rat.

Als ich dann gewählt wurde, habe er mich sogleich besucht, und seither waren wir freundschaftlich verbunden und haben prächtig zusammengearbeitet.Im Stil war er mir stets ein grosses Vorbild: Immer freundlich und zugewandt, motiviert darauf konzentriert, zusammen ein Ziel anzupeilen und dieses dann auch als Team zu erreichen. Mit seinem ausgeglichenen und freundschaftlichen Wesen sorgte er stets für die gute Stimmung.

Und wenn die Sitzungen dann trotz seiner Motivation mühsam wurden, dann steckte Mäxu allen eine Tafel Ovo-Schoggi zu, zur Aufmunterung für den Endspurt. Ganz nach dem Motto «Mit Ovo chasch es nid besser, aber länger»..

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