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Holligen: Kunstprojekt für ein Quartier im Wandel

2021-03-31 12:05:02
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Quelle: Stadt Bern

«Es kommt mit der Zeit»: So heisst das Kunstprojekt von Michael Meier und Christoph Franz im Quartier Holligen, das sich mit dem Wandel im Quartier auseinandersetzt, wie die Stadt Bern berichtet.

Drei alte Häuser im Quartier Holligen erhalten neue Türen aus frischem Holz, die alten Türen werden Teil eines neuen Gebäudes der Wohnbaugenossenschaft Warmbächli.Das Quartier Holligen befindet sich in einem rasanten Wandel: Innert weniger Jahre entstehen hier verschiedene neue Überbauungen mit hunderten von Wohnungen. Diese Aufwertungsprozesse erfassen auch den Bestand alter Häuser und die Umbrüche seien mit Herausforderungen verbunden: Die Verdichtung des Quartiers schafft neuen Wohnraum, könne aber gleichzeitig auch zu einem Anstieg der Mieten führen.

Michael Meier und Christoph Franz aus Zürich haben diese Veränderungsprozesse in Holligen zum Thema eines Kunstprojekts gemacht. Auf Einladung der Kommission für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Bern seien sie auf der Baustelle der Wohnbaugenossenschaft Warmbächli zu Gast: Sie setzt sich gemeinnützig für günstigen Wohnraum ein und sei damit mittendrin im Wandel des Quartiers.Auf der Baustelle Warmbächli entdeckten die beiden Künstler eine grosse Zahl roher Baumstämme, die als Stützen verwendet wurden.

Diese liessen sie zersägen und trocknen; Schreiner aus dem Quartier halfen mit, daraus neue Eingänge für drei alte Häuser zu bauen. Es seien liebevolle Kopien der in die Jahre gekommenen Original-Türen.Aus dem Material der Baustelle entstand so ein nützliches Geschenk an das Quartier.

Mit grosser Maschinerie und handwerklichem Können wurde alte Bausubstanz auf einen neuen Stand gebracht. Die Türen aus frischem Holz zeigen die Wertschätzung der Künstler für den Bestand und lenken den Blick auf die verschiedenen Zeitschichten des Quartiers.Im Innern des neuen Gebäudes Holligerhof 8 sollen künftig die alten originalen Aussentüren verwendet werden.

So bewahrt das neue Haus ein Stück des historischen Quartiers. Der Tausch der Türen sei sozusagen ein gegenseitiges Willkommensgeschenk.

Das Neue werde Teil vom Alten. Das Alte werde Teil vom Neuen.

Die Entwicklung in Holligen sei unaufhaltsam: sie kommt mit der Zeit.Begehung im Quartier, Samstag, 24. April 2021, 16 Uhr So es die Pandemiemassnahmen bis dahin zulassen, sei eine Begehung im Quartier mit den Künstlern geplant. (Treffpunkt Bahnstrasse 21)Das Kunstprojekt von Michael Meier und Christoph Franz sei Teil der Reihe der Kunstplätze (www.bern.ch/kunstplaetze) und wurde im Auftrag der Kommission für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Bern in Zusammenarbeit mit QM3 (Patrick Krebs) und der Wohnbaugenossenschaft Warmbächli entwickelt.

Die Realisierung wurde unterstützt durch: Nina Bollhalder, CS Holz AG, Jürg Curschellas, Rebecka Domig, Immobilien Stadt Bern, Rachel Mader, Manus Bau + Schreinerei, Jörg Rothhaupt, Sivan Sureskumaran, SBB AG, Leo Rederer, Diego Sánchez Vila, Zifam AG..

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