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Impftermine: Ein Serverabsturz mit Ansage


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2021-05-06 14:11:16
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Wer am Dienstag im Kanton Bern einen Impftermin buchen wollte, brauchte auf Grund des grossen Ansturms nicht nur Glück, sondern auch Geduld: Der Server war überlastet und deswegen immer wieder für Anfragen nicht erreichbar. Und selbst wenn das Login gelang, war es schwierig, einen Termin zu ergattern.

Schuld daran sind die Impfwilligen. Das suggeriert zumindest ein Tweet, den die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern (siehe Screenshot) und deren Sprecher Gundekar Giebel noch am Abend veröffentlichten: «Bitte erneuern Sie nicht dauernd die Seite (Reload), sonst können die Server Ihre Anfrage nicht verarbeiten.»

Dass alle Impfwilligen punkt 20.00 Uhr am Computer sassen und einen Termin reservieren wollten, geht allerdings auf die Kommunikation der selben Direktion zurück: «Heute konnten die Impfgruppen M und N freigegeben werden. Ab 20:00 Uhr können Termine gebucht werden.», hatte sie früher am Tag getwittert. 10 000 Termine sollten für die grösste Impfgruppe freigeschaltet werden.

Somit war von Anfang an klar, dass nur einen Termin kriegt, wer sich sofort registriert. Und vom Online-Ticket-Kauf für Konzerte wissen die Userinnen und User, dass man nur durchkommen kann, wenn man es immer wieder probiert.

Das haben die impfwilligen Bernerinnen und Berner gemacht. Pünktlich um 20 Uhr, wie von der Direktion orchestriert. Somit ist sie - und nur sie - für die Überlastung des Servers verantwortlich.

Beat Rüdt

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