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Berner Pflanzenschutzprojekt - Amt für Landwirtschaft und Natur veröffentlicht Gewässermonitoring-Daten

2021-05-20 14:05:01
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Quelle: Kanton Bern

Das Amt für Landwirtschaft und Natur veröffentlicht die Rohdaten des Gewässermonitorings des Berner Pflanzenschutzprojekts, wie der Kanton Bern berichtet.

Zur Wirkungskontrolle werden zwei kleine Fliessgewässer während acht Jahren überwacht. Um verlässliche Aussagen zu machen, wie sich ein reduzierter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf die Wasserqualität auswirkt, seien weitere Messjahre nötig.Ein wichtiger Teil des Berner Pflanzenschutzprojekts sei das Gewässermonitoring.

Zwei kleine Fliessgewässer (Ballmoosbach und Chrümmlisbach) werden während acht Jahren (2017 bis 2024) überwacht. Für das Gewässermonitoring wurden bewusst Einzugsgebiete gewählt, in denen eine hohe Konzentration von Pflanzenschutzmitteln erwartet wird.

Die heute publizierten Rohdaten des Berner Pflanzenschutzprojekts der Jahre 2017 bis 2020 zeigen: Die Belastung der beiden Gewässer mit Pflanzenschutzmitteln unterliegt grossen Schwankungen. Einflussfaktoren seien beispielsweise der Applikationszeitpunkt oder Niederschläge im Gebiet.

Zudem spielen die Gegebenheiten im Einzugsgebiet eine entscheidende Rolle (zum Beispiel die Hangneigung oder die Abflusskanäle).Um verlässliche Aussagen zu machen, wie sich die Massnahmen des Berner Pflanzenschutzprojekts (Reduktion der Pflanzenschutzmittel, bauliche Massnahmen) langfristig auf die Wasserqualität auswirken, seien weitere Messjahre nötig. Das Gewässermonitoring werde nach Abschluss des Berner Pflanzenschutzprojekts (2022) noch zwei Jahre bis 2024 weitergeführt.Wird die Belastungssituation nach ökotoxikologischen Kriterien (CQK) beurteilt, zeigt sich, dass 2020 im Ballmoosbach die Zahl der Überschreitungen im Vergleich zu 2017 bis 2019 zurückgegangen ist.

Im Chrümmlisbach sei die Situation von 2017 bis 2020 noch weitgehend unverändert. Es treten nach wie vor deutliche bis starke Überschreitungen auf.

Eine Beurteilung nach den Kriterien der Gewässerschutzverordnung zeigt jedoch einen Rückgang der Überschreitungen für beide Gewässer.Nächste Woche erscheint eine vorgezogene Publikation des Fachartikels «Langzeitmonitoring von Pflanzenschutzmitteln» von Claudia Minkoswki, der Leiterin des Gewässer- und Bodenschutzlabors des Kantons Bern. Dieser Artikel basiert auf den heute veröffentlichten Monitoringdaten der Fliessgewässer Ballmoosbach und Chrümmlisbach.

Ziel des Artikels sei es, Fachleuten aus der Schweiz die Gewässerdaten aus dem Berner Pflanzenschutzprojekt zur Kenntnis zu bringen. Die Publikation war in der Zeitschrift Aqua&Gas im Juli 2021 geplant, werde aufgrund des grossen Interesses nun aber vorgezogen.Das Berner Pflanzenschutzprojekt sei ein Ressourcenprojekt nach Artikel 77a Landwirtschaftsgesetz mit wissenschaftlicher Begleitung.

Das Ziel des Projekts sei primär ein qualitatives: Es untersucht, wie die Risiken des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln für die Umwelt reduziert werden können, insbesondere die Risiken für die Oberflächengewässer.Die am Projekt beteiligten Landwirtinnen und Landwirte setzen verschiedene Massnahmen um und werden dafür entschädigt. Neben der Reduktion oder dem Verzicht auf Pflanzenschutzmittel gibt es bauliche Massnahmen und Massnahmen, die der Forschung dienen.

Dazu gehört die Suche nach Alternativen zu Pflanzenschutzmitteln wie zum Beispiel das Ausbringen von Nützlingen.Ein wichtiger Teil des Pflanzenschutzprojekts seien die Daten der beteiligten Landwirtinnen und Landwirte. Sie zeigen, dass in den Einzugsgebieten der beiden untersuchten Bäche der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln seit 2017 deutlich zurückgegangen ist.Die Zahl der Landwirtinnen und Landwirte, die sich am Projekt beteiligen, steigt seit Beginn kontinuierlich an.

Im ersten Projektjahr 2017 beteiligten sich 2’646 Betriebe mit 4’956 Massnahmen. 2020 waren es 3’412 Betriebe, die 8’927 Massnahmen umsetzten..

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