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Coronavirus - Stabile Situation, hohes Impftempo, bereit für das Zertifikat

2021-06-04 13:05:02
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Quelle: Kanton Bern

Der Kanton Bern impft in hohem Tempo: bereits rund 30 Prozent der impfbaren Bevölkerung des Kantons Bern sind vollständig geimpft, wie der Kanton Bern meldet.

Die Fallzahlen gehen zurück, die Positivitätsrate ebenfalls. Bern sei Pilotkanton für das Covid-Zertifikat und startet nächste Woche mit den Realtests für die Erstellung von Impf-Zertifikaten.Bis heute Mittag konnten im Kanton Bern rund 250 000 Menschen vollständig geimpft werden, was über 28 Prozent der Bevölkerung über 16 Jahre entspricht.

Damit liegt der Kanton Bern über dem schweizerischen Durchschnitt. Dieses Wochenende werde die Grenze von 700 000 verabreichten Impfdosen überschritten werden.Grossen Anteil am Impferfolg haben neben den Impfzentren der Spitäler die Hausärztinnen und Hausärzte in rund 300 Praxen und die Apothekerinnen und Apotheker in rund 100 Apotheken des Kantons.

Diese haben aus den vergangenen Lieferungen gleich viel Impfstoff erhalten wie die zehn Impfzentren. Die Praxen und Apotheken planen ihre Impfprozesse selbständig.

Daher müssen Termine direkt vereinbart werden; eine vorgängige Registrierung über die Applikation vacme sei aber nötig.Im Kanton Bern konnten seit dem 11. Januar 2021 rund 700 000 Impfdosen verabreicht werden. Über 250 000 Personen (28 Prozent der Bevölkerung 16+) seien bereits vollständig geimpft.

Bei gleichbleibender Liefermenge an Impfdosen können bis Ende Juni alle heute registrierten Personen mindestens ein erstes Mal geimpft werden.Die GSI weist speziell darauf hin, dass freie Termine in den Impfzentren und in den Impfpraxen immer über die Applikation «Alertswiss» (Download im App-Store oder in Google-Play) bekannt gegeben werden. Ebenso werde bekannt gegeben, wenn die Impftermine ausgebucht sind.

Im neuen Cockpit (www.be.ch/covid-kennzahlen Link öffnet in einem neuen Fenster.) werde alle 15 Minuten angezeigt, wie viele Termine zur Verfügung stehen.Seit dieser Woche seien alle bewilligten Impfgruppen ab 16 Jahren zur Impfung zugelassen und nun könne sich auch die Impfgruppe R registrieren. Die ersten Impfungen werden ab 11. Juni durchgeführt; heute um 15:00 Uhr werden die ersten 6000 Termine für diese Gruppe zur Buchung freigegeben.

Diese Termine seien speziell reserviert, denn es sei lediglich der Impfstoff von Pfizer/Biontech frei gegeben und die GSI habe in den Impfzentren BernExpo, Biel, Langenthal, Thun und Tavannes spezielle Impfprozesse vorbereitet.Das neue Cockpit zu den Covid-Kennzahlen Link öffnet in einem neuen Fenster. zeigt unter anderem, dass es regionale Unterschiede bei den Impfregistrierungen gibt. Die Erfolge der Impfangebote vor Ort (z.B.

in Impfpraxen und in Apotheken) und des Impftrucks zeigen, dass das Angebot einer «Impfung vor Ort» in abgelegenen Kantonsteilen gerne wahrgenommen wird. Alle 510 Tagestermine des Impftrucks seien immer ausgebucht.

Der Impftruck war Anfang dieser Woche in Saanen stationiert, fuhr nach Huttwil und sei heute in Moutier. In der kommenden Woche werde der Truck in Zweisimmen, an der Lenk, in Münchenwiler und Courtelary unterwegs sein.Die epidemiologische Lage zeigt einen erfreulichen Verlauf.

Die 7-Tages-Inzidenz betrug gestern 43 Fälle auf 100 000 Personen gerechnet, die 14-Tage-Inzidenz 104. Ebenfalls sei ein Rückgang bei der Belegung der Intensivstationen der Spitäler feststellbar auf heute 16 Personen (davon 15 beatmet). Seit dem 11. Oktober 2020 waren die Hospitalisationen nie mehr so tief wie heute mit insgesamt 46 Hospitalisationen.Die bernische Kantonsärztin, Linda Nartey, ruft die Bevölkerung auf, trotz des raschen Impftempos und den Lockerungsschritten weiterhin vorsichtig zu sein.

«Es sei der falsche Moment, das Virus zu unterschätzen, nur weil wir wieder mehr Freiheiten geniessen können», sagt Linda Nartey. Die Durchimpfungsrate sei noch zu gering, als dass bereits auf die Einhaltung von Schutzmassnahmen verzichtet werden könne.

Die GSI bittet die Bevölkerung, in den Sommermonaten besonders aufmerksam zu sein und die geltenden Massnahmen einzuhalten.Die Ansteckungsgefahren im Freien seien wesentlich geringer als in Innenräumen. Es sei daher wünschenswert, dass sich die Menschen vor allem im Freien treffen.

Die Gruppengrösse, Abstand, Maskenpflicht und Hygiene seien Schlüsselelemente, um das Virus erfolgreich einzudämmen.Der Kanton Bern sei Pilotkanton für das Bundesamt für Informatik (BIT) und sei bereit, ab nächster Woche versuchsweise erste Zertifikate auszustellen. Bereits bekannt sei der Prozess: wer in der Impfapplikation vacme die Einwilligung zu einem Impf-Zertifikat gegeben hat, werde nach der zweiten Impfung eine SMS erhalten mit einem Link zu einem sicheren Dokument, dem Impf-Zertifikat.

Im Kanton Bern haben sich derzeit 83 Prozent der registrierten Personen für einen automatischen Datentransfer für das Zertifikat angemeldet. Wer noch nicht eingewilligt hat, könne dies auch später noch über die Applikation oder bei der telefonischen Anmeldung nachholen.

Das Zertifikat befindet sich im vacme-Account der geimpften Person und könne dort elektronisch gespeichert oder ausgedruckt werden. Der QR-Code gibt Auskunft über den Impfschutz.

Das Grenzpersonal beispielsweise bekommt über eine so genannte Verifier-App rasch Zugang zum Zertifikat. Personen, die sich telefonisch registriert haben, bekommen das Zertifikat per Post zugeschickt.

Ab Mitte Juni möchte das BAG die Applikation öffnen. Ab dann werden im Kanton Bern die Zertifikate allen Registrierten zugestellt.

Auch für die Zertifikate für Genesene und Getestete werden in Zusammenarbeit zwischen BIT, Bundesamt für Gesundheit und Kantonen derzeit Lösungen erarbeitet, die der Bevölkerung bis spätestens Ende Juni zur Verfügung stehen werden..

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