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PVS beantragt dem Stadtrat die Rückweisung des Ausführungskredits zum Gleisersatz Brunnhof–Fischermätteli

2021-06-07 16:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Die Kommission hat an ihrer Sitzung vom 3. Juni 2021 den vom Gemeinderat verabschiedete Ausführungskredit von 14.6 Millionen Franken, über den die Berner Bevölkerung abstimmen wird, zurückgewiesen.Mit dem geplanten Ausführungskredit will der Gemeinderat die Gleisanlage und die Fahrleitungen der Tramlinie 6 zwischen der Effingerstrasse und der Endstation Fischermätteli sanieren, wie die Stadt Bern schreibt.

Gleichzeitig sollen sämtliche Haltestellen im Projektperimeter (Brunnhof, Cäcilienstrasse, Pestalozzi, Munzinger und Fischermätteli) hindernisfrei ausgestaltet, die Lichtsignalanlagen erneuert sowie diverse Werkleitungen saniert werden. Weiter will der Gemeinderat die städtischen Siedlungsentwässerungsanlagen, welche aus dem frühen 20. Jahrhundert stammen, ersetzen, zudem solle Energie Wasser Bern (ewb) im gesamten Projektperimeter die öffentliche Beleuchtung erneuern: Anstelle der bisherigen Natriumleuchten werden künftig energiesparende LED-Leuchten verwendet.

Schliesslich seien im Zuge des Gleisersatzes auch Verbesserungen zugunsten der Verkehrssicherheit, insbesondere des Fuss- und Veloverkehrs geplant. Allerdings sind, nach dem Gemeinderat, den Verbesserungen für den Langsamverkehr angesichts der sehr beengten örtlichen Platzverhältnisse klare Grenzen gesetzt.Der Gemeinderat beziffert die Gesamtkosten für das Projekt Gleisersatz Brunnhof–Fischermätteli, zu dem, wie oben erwähnt, zahlreiche weitere Massnahmen gehören, gemäss Kostenvoranschlag auf 39,6 Millionen Franken ( inklusive MwSt).

Für den Kostenanteil der Stadt Bern an die Realisierung des Gleisersatzes Brunnhof–Fischermätteli beantragt der Gemeinderat dem Stadtrat zuhanden der Stimmberechtigten einen Ausführungskredit von insgesamt 14,6 Millionen Franken.Die zuständige Stadtratskommission PVS habe sich an ihrer Sitzung intensiv mit dem Geschäft befasst und anerkennt, dass für die Strecke Brunnhof– Fischermätteli eine Lösung gefunden werden muss. Allerdings beantragt sie dem Stadtrat das Geschäft an den Gemeinderat zurückzuweisen mit der Auflage, dass der Gemeinderat prüfen soll, ob die Tramlinie 6 vom Bahnhof zum Fischermätteli durch einen Busbetrieb ersetzt werden kann, ob die Tramlinie durch eine Umleitung und Verdichtung der Linie 17 ersetzt werden kann, und ob eine alternative, gut ausgestatte und ausgeschilderte Veloroute auf der ganzen Strecke eingeführt werden kann.Die Kommission bemängelt, dass das vorliegende Geschäft dem Veloverkehr unter anderem wegen der neuen Lichtraumprofile mehr Nachteile als Vorteile bringt.

Insbesondere die Tramschienen an den Tramhaltestellen bergen eine höhere Unfallgefahr und die Standards des Masterplan Veloverkehr können nur punktuell umgesetzt werden. Kritisiert werde zudem, dass eine nötige Auslastung der Tramlinie nicht gegeben ist, ein Tramprojekt die Strecke aber für Jahrzehnte prägen wird.

Aus all diesen Gründen erachtet es die Kommission als sinnvoll, dass intensiv geprüft werden soll, ob die Tramlinie nicht durch einen Busbetrieb besser ersetzt werden kann. Erscheint ein Busbetrieb nach intensiver Prüfung nach wie vor als nicht realisierbar, werde der Gemeinderat beauftragt, eine gute Alternativroute für den Veloverkehr vorzusehen..

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