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Nächster Schritt in der Entwicklung des Gaswerkareals

2021-06-30 10:05:04
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Quelle: Stadt Bern

Auf dem Gaswerkareal und dem benachbarten Brückenkopf soll ein neues, lebendiges Quartier mit urbaner Mischnutzung und attraktiven Frei- und Naturräumen entstehen, wie die Stadt Bern mitteilt.

Um diese Entwicklungen zu ermöglichen, müssen beiden Areale umgezont werden. Der Gemeinderat habe nun die Planungsvorlagen zur öffentlichen Mitwirkung verabschiedet.

Diese dauert vom 1. Juli bis 15. September 2021.Das Gaswerkareal gilt als eines der wichtigsten und grössten Entwicklungsgebiete in der Stadt Bern. An zentraler und landschaftlich attraktiver Lage in unmittelbarer Nähe zur Aare möchte der Gemeinderat ein neues, vielfältiges und lebendiges Stadtquartier mit urbaner Mischnutzung, öffentlich zugänglichen Freiräumen und attraktiven Naturräumen realisieren.

Insgesamt sollen auf dem Gaswerkareal rund 300 bis 500 Wohnungen gebaut werden – ein Grossteil davon im preisgünstigen Bereich. Eng abgestimmt mit der Entwicklung des Gaswerkareals solle auch der Gebäudekomplex am westlichen Brückenkopf der Monbijoubrücke weiterentwickelt werden.Die Entwicklungsabsichten seien bei der heute gültigen Zonierung planungs- und baurechtlich nicht umsetzbar.

Der Gemeinderat möchte deshalb das Gaswerkareal und den Brückenkopf West in zwei Zonen mit Planungspflicht (ZPP) umzonen. Im Fall des Brückenkopfs müssen zudem Baulinien aufgehoben und der städtische Baulinienplan angepasst werden.

Der Gemeinderat habe die Planungsvorlagen nun zur öffentlichen Mitwirkung freigegeben. Diese dauert vom 1. Juli bis 15. September 2021. Die Vorlagen erfordern eine Volksabstimmung, die für Sommer 2023 geplant ist.Der Gemeinderat strebt auf dem Gaswerkareal eine an die unterschiedlichen Lagequalitäten angepasste Bebauung, Dichte und Nutzungsanordnung an.

Die ZPP Gaswerkareal unterscheidet deshalb drei Bereiche: Im nördlichen Bereich, an zentraler und gut durch den öffentlichen Verkehr erschlossener Lage zwischen dem Marzili und dem Gaskessel, solle ein belebtes Zentrum für die Nachbarschaft mit einer gemischt genutzten, dichten Bebauung entstehen. Neben Wohn- und Arbeitsnutzungen seien in diesem Bereich auch Bildungs-, Freizeit- und Sporteinrichtungen möglich.

Maximal seien 68’500 Quadratmeter oberirdische Geschossfläche zulässig.Im mittleren Bereich steht der Weiterbetrieb und die Weiterentwicklung des Gaskessels als Jugend- und Kulturzentrum im Vordergrund. Zulässig seien in diesem Bereich maximal 5’500 Quadratmeter oberirdische Geschossfläche.Im südlichen Bereich sei eine insbesondere für Familien geeignete Wohnüberbauung vorgesehen.

Deren oberirdische Geschossfläche solle maximal 21’000 Quadratmeter betragen. Insgesamt können so auf dem Gaswerkareal neben den zu erhaltenden Bauten 60’000 bis 80’000 Quadratmeter zusätzliche Geschossfläche realisiert werden.Bei baulicher Verdichtung werde der Freiraum besonders wichtig.

Deshalb solle auf dem Gaswerkareal ein gestalterisch hochwertiger, dicht begrünter und mehrheitlich öffentlich zugänglicher Freiraum mit Zonen unterschiedlicher Nutzungsintensitäten entstehen. Neben neuen, belebten Aufenthaltsorten sollen innerhalb der Bebauung auch Natur- und Erholungsräume geschaffen werden.

Bestehende Naturwerte seien zu erhalten oder zu ersetzen. So solle etwa die Waldfläche südlich des Gaskessels erhalten bleiben.

Der Gemeinderat will Baudenkmäler wie die Ryff-Fabrik als Zeitzeugen und identitätsstiftende Elemente erhalten. Weiter schreibt die ZPP eine klima- und sozialverträgliche Mobilität vor, die mit einem Mobilitätskonzept für den Personen- und Warenverkehr sichergestellt werden soll.Dem Brückenkopf West kommt in der Entwicklung des Gaswerkareals eine strategische und städtebaulich wichtige Bedeutung als Scharnier zur höher liegenden Stadtebene sowie als Parkhaus für die neuen Nutzungen im Gaswerkareal zu.

Vorgesehen sei eine weitgehend auf dem Bestand aufbauende Sanierung mit einem Hochpunkt zur Akzentuierung der Lage am Brückenkopf sowie als Mittel zur baulichen Verdichtung. Auch der vorgesehene Nutzungsmix entspreche dem Status Quo: Auf den Flächen über dem Niveau der Eigerstrasse seien Verkaufs- und Dienstleistungsnutzungen sowie Wohnen – teilweise preisgünstig – angedacht.

Hier seien gemäss ZPP zusätzlich zum Bestand 11’500 Quadratmeter Geschossfläche realisierbar. Im Sockel unterhalb der Eigerstrasse sollen Verkaufs-, Freizeit- und Lagernutzungen sowie Parkierungsflächen untergebracht werden.

Hier seien zusätzlich 5’000 Quadratmeter Geschossfläche möglich.Parallel zur Erarbeitung der beiden Planungsinstrumente führt die Stadt Bern einen offenen städtebaulichen Ideenwettbewerb für das Gaswerkareal und das Areal Brückenkopf West durch. Die Rahmenbedingungen für den Ideenwettbewerb und die Inhalte der Planungsvorlagen seien aufeinander abgestimmt.Die öffentliche Mitwirkung zu den beiden Planungen dauert vom 1. Juli bis 15. September 2021. Die Mitwirkungsunterlagen können während dieser Frist bei der BauStelle, Bundesgasse 38 (Montag bis Donnerstag 08.00–12.00/13.30–17.00 Uhr, Freitag bis 16.00 Uhr), im Internet unter www.bern.ch/mitwirkungen sowie beim Stadtplanungsamt Bern, Zieglerstrasse 62, eingesehen werden.

Wegen des Coronavirus sei die Einsichtnahme vor Ort beim Stadtplanungsamt Bern nur auf telefonische, elektronische oder schriftliche Voranmeldung mindestens 24 Stunden im Voraus und nur zu den folgenden Zeiten möglich: Montag bis Freitag, 09.00–11.30/ 14.00–16.00 Uhr, im Zeitraum vom 12. Juli bis 6. August 2021 nur von 09.00–12.00 Uhr. Ist persönliches Erscheinen nicht möglich, bitten wir um Kontaktaufnahme..

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