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Schulaustretendenumfrage 2021 - Übertritte bleiben trotz Corona-Pandemie konstant

2021-07-01 09:05:03
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Quelle: Kanton Bern

Das Wahlverhalten der aus der obligatorischen Schulen austretenden Schülerinnen und Schüler unterscheidet sich kaum von den Vorjahren, wie der Kanton Bern meldet.

So treten kantonsweit 51 Prozent nach den Sommerferien eine Berufslehre an. Über 97 Prozent aller Schulabgängerinnen und -abgänger haben eine Anschlusslösung.Nach den Sommerferien treten 79 Prozent der Schulaustretenden (2020: 77 %) direkt in eine berufliche Grundbildung, ein Gymnasium oder eine Fachmittelschule ein.

Im deutschsprachigen Kantonsteil liegen die Übertrittsquoten in die berufliche Grundbildung im Bereich der Vorjahre, diejenige in die Fachmittelschule sei gleich wie im Vorjahr, nimmt über mehrere Jahre betrachtet aber leicht zu. Die übrigen Schulaustretenden (18 %) besuchen ein kantonales oder privates Brückenangebot.Im französischsprachigen Kantonsteil schwanken die jährlichen Prozentwerte wegen der kleineren Anzahl Schülerinnen und Schüler stärker.

Die Übertritte ins Gymnasium bewegen sich im Bereich der Vorjahre, die Eintritte in eine Fachmittelschule steigen seit 2018 leicht an. Im Vergleich zum Vorjahr treten wieder mehr Schülerinnen oder Schüler, nämlich 46 Prozent (2020: 43 %), eine Berufslehre (EFZ- oder EBA) an. Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen sei unverändert hoch.

Online-Schnuppern und virtuelle Berufsmessen schufen Möglichkeiten, einen Beruf kennenzulernen. Online-Lehrstellenbörsen brachten Jugendliche mit möglichen Lehrbetrieben zusammen.

Mit Beratung und ausgebautem Coaching-Angebot haben sie die Berufsberatungs- und Informationszentren (BIZ) Kanton Bern unterstützt. Die Annahme, dass Jugendliche während der Corona-Pandemie den scheinbar einfacher erreichbaren Weg einer schulischen Lösung wählen oder sich mit einer Zwischenlösung Zeit verschaffen, habe sich nicht bewahrheitet.

Nach den Sommerferien besuchen lediglich 18 Prozent ein kantonales oder privates Brückenangebot – ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr. Im deutschsprachigen Kantonsteil hatten per 1. Juni noch rund 214 Schülerinnen und Schüler keine Anschlusslösung, im französischsprachigen Kantonsteil seien es 19. Dies seien weniger als im Vorjahr.

Da es noch offene Lehrstellen gibt, stehen wie Chancen gut, dass die Schülerinnen und Schüler, welche bisher keine Anschlusslösung gefunden haben, noch eine Lehrstelle finden.Die Schulaustretendenumfrage werde jeweils im Mai online im ganzen Kanton erhoben. Für die vorliegenden Ergebnisse haben die BIZ alle öffentlichen und privaten Schulen mit Abschlussklassen befragt.

Bei einer Rücklaufquote von 89 Prozent wurden 8’309 Schulaustretende erfasst. Im Rahmen der Schulaustretendenumfrage bewerten die Lehrkräfte auch die Zusammenarbeit mit der Berufsberatung.

Die Schulen seien zufrieden mit den BIZ: 95 Prozent der befragten Lehrpersonen bewerten die Zusammenarbeit als sehr gut oder gut.Für Jugendliche: Mit Präsenz in den Schulhäusern, Elternorientierungen und Beratung unterstützen die BIZ Jugendliche bei der Ausbildungs- und Berufswahl. Wo nötig, stehen verschiedene Coaching-Angebote respektive bei mehrfachen Schwierigkeiten das Case Management Berufsbildung zur Verfügung.Für Erwachsene: Erwachsene mit oder ohne Berufsabschluss können je nach Situation und Bedürfnis individuelle Laufbahnberatungsangebote in Anspruch nehmen.

Für Menschen, die aufgrund der Corona-Wirtschaftskrise in der Ausbildung oder am Arbeitsplatz in Schwierigkeiten geraten, steht ein spezifisches SOS-Beratungsangebot bereit. Für über 40-Jährige bietet sich im Rahmen der nationalen Initiative «viamia» kostenlose Standortbestimmung mit anschliessender Beratung an..

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