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Regional

Hochwasser - Hochwassersituation im Kanton bleibt angespannt

2021-07-13 17:05:03
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Quelle: Kanton Bern

Der Kanton Bern bereitet sich auf ein drohendes Hochwasser vor, wie der Kanton Bern meldet.

Die heftigen Niederschläge der letzten Tage sowie die weiterhin schlechten Wetterprognosen können in den nächsten Stunden und Tagen dazu führen, dass mehrere Gewässer über die Ufer treten. Der Kanton Bern, die betroffenen Gemeinden sowie zahlreiche Blaulichtorganisationen unternehmen alles in ihrer Macht stehende um die drohenden Schäden so klein wie möglich zu halten.

Die Niederschläge in der vergangenen Nacht führten auf der Alpennordseite zu markanten Pegelanstiegen in den Flüssen und bei den Seen. Die Ausgangslage für die kommenden, intensiven Niederschläge sei deshalb ungünstig.

Die Böden seien gesättigt, die Pegel der Alpenrandseen seien sehr hoch und die Flüsse auf der Alpennordseite führen bereits viel Wasser.Zurzeit steigt der Pegel des Brienzersees sehr rasch an. Es muss mit einem Überschreiten der Hochwassergrenze in den nächsten Tagen gerechnet werden.

Auch der Thunersee werde die Hochwassergrenze von 558.30 m ü.M. vermutlich heute Nacht überschreiten.

Infolge der zum Schutz der Unterlieger nötigen Abflussreduktionen aus dem Bielersee steigt auch der Pegel des Bielersees sehr rasch an. Die Anzahl und das Ausmass der nötigen Abflussdrosselungen beim Wehr Port bestimmen über den Zeitpunkt der Überschreitung der Hochwassergrenze.

Die Niederschläge ab Mitte Woche führen zu weiteren Pegelanstiegen an den Flüssen und Seen. Deshalb werden die maximalen Abflüsse an der Aare erst in der zweiten Wochenhälfte erwartet.

Die Seepegel erreichen ihre Höchststände erst gegen Ende der Woche.   Die Seepolizei der Kantonspolizei Bern steht mit sämtlichen verfügbaren Mitarbeitenden unter anderem zur Bindung von Schwemmholz im Einsatz. In Folge des hohen Wasserstandes und der grossen Menge an Holz in sämtlichen Fliessgewässern und Seen stellt der Aufenthalt auf dem Wasser derzeit ein hohes Risiko dar.

Auf Aktivitäten am und auf dem Wasser sei zu verzichten. Besitzerinnen und Besitzer von Booten werden zudem aufgerufen, die Anbindevorrichtungen dem Wasserstand anzupassen.

Regional seien auch einzelne Zivilschutzorganisationen mit wenigen Schutzdienstleistenden im Einsatz. Weitere Organisationen bereiten sich auf mögliche Einsätze vor.

Das Amt für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär sei mit den betroffenen Organisationen im KontaktIn den beiden Städten Bern und Thun seien derweil die Vorbereitungsarbeiten auf die drohenden Wassermassen abgeschlossen. Die Feuerwehren haben an neuralgischen Punkten Hochwassersperren aufgebaut und teils Uferwege aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Zudem wurde die Bevölkerung in besonders gefährdeten Gebieten wie etwa dem Berner Mattequartier darauf hingewiesen, ihre Wertgegenstände aus ihren Kellern in höhere Lagen zu bringen. Auf dem Läuferplatz in der Matte wurde für die Bevölkerung auch ein Infopoint eingerichtet, welcher von Zivilschutzangehörigen betrieben wird.

Die Feuerwehren beobachten die Lage laufend und könnten innert kürzester Zeit ihr Personal weiter aufstocken.Aufgrund der aktuellen Lage (Stand 16.00 Uhr) seien einzelne Strassenabschnitte auf Kantonsstrassen im Berner Oberland gesperrt. Wegen Niederschlag und möglicher Murganggefahr sei der Sustenpass ab Steingletscher vorsorglich gesperrt.

Die Sperrung erfolgte in Absprache mit dem Kanton Uri. Wegen einer teilweisen Senkung der Strasse zwischen Wattenwil und Burgistein im Gebiet Obere Enge sei die Kantonsstrasse auf einem kurzen Abschnitt nur einspurig befahrbar.

Ausserdem sei nach wie vor die Kantonsstrasse zwischen Gunten und Merligen in den Nachtstunden (22:00 – 05:30 Uhr) gesperrt..

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