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Wifag-Areal: Öffentliche Mitwirkung zur Überbauungsordnung

2021-08-25 10:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Auf dem Areal der ehemaligen Maschinenfabrik Wifag und der angrenzenden Leinenweberei soll ein neuer, durchmischter und zukunftsorientierter Quartierteil entstehen, wie die Stadt Bern schildert.

Dazu muss die baurechtliche Grundordnung angepasst werden. Die Stadt Bern habe zusammen mit der Bauherrschaft entschieden, für das Areal eine Überbauungsordnung zu erlassen.

Der Gemeinderat habe die entsprechende Planungsvorlage zur öffentlichen Mitwirkung verabschiedet. Diese dauert vom 26. August bis 24. September 2021.Die Grundeigentümerschaften der ehemaligen Maschinenfabrik Wifag und der Leinenweberei im Wylerquartier möchten das Areal in drei unabhängigen Etappen zu einem attraktiven und durchmischten Quartierbaustein weiterentwickeln.

Das erhaltenswerte Ensemble der Leinenweberei solle dabei weitestgehend erhalten bleiben. Da sich das Wifag-Areal heute in der Industrie- und Gewerbezone befindet, sei der Erlass einer Überbauungsordnung nötig.

Grundlage dafür sei ein Richtprojekt, das aus einer Testplanung hervorgegangen und in einem Masterplan verankert ist. Die Quartierbevölkerung war aktiv in diesen Planungsprozess einbezogen.Im Planungsperimeter werde neu eine urbane Mischnutzung mit einem Wohnanteil von mindestens 80 Prozent angestrebt: Die Überbauungsordnung solle den Bau von rund 360 Wohneinheiten ermöglichen, ein Drittel davon preisgünstig.

In weiten Teilen des Erdgeschosses seien quartierbezogene Nutzungen (z. B. Bäckerei, Coiffeur, Quartierrestaurant, Quartierladen, Gemeinschaftsräume) vorgeschrieben.

Möglich seien auch sonstige Arbeitsnutzungen wie Kleingewerbe, Arztpraxen, Architekturbüros, Ateliers und teilweise Wohnnebennutzungen (z. B. Waschküche, Veloabstellplätze).Über Plätze, Spielflächen und Kinderspielplätze sowie den Aussenraum öffnet sich das Areal zum Quartier hin.

Die Hälfte dieser Flächen muss unversiegelt und bepflanzbar bleiben. Die Begrünung des Aussenraums sowie eines Teils der Fassaden und der Dächer und das Pflanzen standortgerechter Bäume sollen ein hohes Mass an Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten sicherstellen, die Biodiversität fördern und nicht zuletzt in den immer heisser werdenden Sommermonaten zur Abkühlung beigetragen.Die Erschliessung des Wifag-Areals solle künftig ab der Wylerringstrasse oder optional über den angrenzenden Wylerpark erfolgen.

Um die städtischen Mobilitätsziele zu erreichen, werden maximal 210 Abstellplätze für Motorfahrzeuge erstellt. Gleichzeitig stehen mindestens 1400 Fahrradabstellplätze zur Verfügung.

Der Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser muss über erneuerbare Energien oder Nah- oder Fernwärme gedeckt werden.Der Gemeinderat habe die Überbauungsordnung Wylerringstrasse 34, 36, 46 und 48 nun zur öffentlichen Mitwirkung verabschiedet. Diese dauert vom 26. August bis 24. September 2021. Weil es sich bei einer Überbauungsordnung um eine Änderung der baurechtlichen Grundordnung handelt, werden der Stadtrat und die Stimmberechtigten über die Vorlage befinden können.

Die Volksabstimmung werde voraussichtlich im Sommer 2023 stattfinden.Die öffentliche Mitwirkung zur Überbauungsordnung Wylerringstrasse 34, 36, 46 und 48 dauert vom 26. August bis 24. September 2021. Die Mitwirkungsunterlagen können während dieser Frist bei der BauStelle, Bundesgasse 38 (Montag bis Donnerstag 08.00–12.00/13.30–17.00 Uhr, Freitag bis 16.00 Uhr), im Stadtplanungsamt Bern, Zieglerstrasse 62 (Montag bis Freitag, 09.00–11.30/14.00–16.00 Uhr) sowie im Internet unter www.bern.ch/mitwirkungen eingesehen werden. Ist persönliches Erscheinen nicht möglich, bitten wir um Kontaktaufnahme.Am 7. September 2021 findet um 18.00 Uhr auf dem Wifag-Areal eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Mitwirkung statt.

Der Anlass könne auch per Videostream verfolgt werden. Sowohl für die physische wie auch für die digitale Teilnahme sei eine Anmeldung notwendig..

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