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Regierungsrat zur Covid-Situation in den Spitälern - Mit Impfungen und Zertifikatspflicht die Intensivstationen entlasten

2021-09-09 11:05:02
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Quelle: Kanton Bern

Der Regierungsrat beobachtet die Entwicklung der Covid-Situation mit Sorge, wie der Kanton Bern mitteilt.

Die in den letzten Wochen gestiegene Zahl der auf die Intensivstationen verlegten Corona-Patientinnen und Patienten führt dazu, dass die Spitäler geplante Operationen verschieben müssen. Dadurch leiden die von einer Krankheit betroffenen Menschen, und es entstehen zusätzliche Kosten für die Allgemeinheit.

Dass der Bundesrat aufgrund der Situation das Ausdehnen der Zertifikatspflicht beschliessen musste, sei bedauerlich, aber aus Sicht der Regierung ein wichtiger Schritt zur Eindämmung der Pandemie und damit zur Entlastung des Gesundheitssystems. In diesen Tagen mussten in den Spitälern im Kanton erste Operationsstrassen schliessen, um mit den freigewordenen Kapazitäten Covid-Patientinnen und -patienten zu behandeln.

Der grösste Teil der wegen schweren Covid-19-Symptomen ins Spital Eingelieferten seien Personen, die bis jetzt auf eine Corona-Impfung verzichtet haben. Die Belegung von Intensivbetten sei bedauerlich, könnte nach Auffassung des Regierungsrats aber in vielen Fällen durch die Impfung gegen Corona abgewendet werden.

Die Belastung der Spitäler durch Covid-Patienten habe zur Folge, dass ein Teil der Operationen verschoben werden muss. Das führt zu Leid bei den Betroffenen, aber auch zu Mehrkosten für die Spitäler und für die Allgemeinheit.Sich impfen zu lassen, sei nach Auffassung des Regierungsrats für einen grossen Teil der Bevölkerung mit geringem Aufwand verbunden.

Der Kanton Bern werde aber seine Anstrengungen beim Bereitstellen von Impfangeboten weiter verstärken. Der Impfstoff sei so weit verfügbar, dass Impfwillige sich innert kurzer Frist impfen lassen können.

Die Zahl der im Kanton Bern erstmals Geimpften erreicht in diesen Tagen die Marke von rund 640`000 Personen, was über 60 Prozent der Bevölkerung entspricht. Für die Regierung geht es jetzt auch darum, jene im Kanton Bern lebenden Menschen zu erreichen, die Aufgrund ihrer Kultur und Sprache bisher nicht für den Schritt zum Impfen gewonnen werden konnten.In seiner Stellungnahme habe der Regierungsrat Ende August die Haltung des Bundesrats unterstützt, wonach nur noch Massnahmen zu ergreifen sind, wenn die Überlastung des Gesundheitssystems droht.

Grundsätzlich zieht der Regierungsrat die Zertifikatspflicht als sinnvolle und weniger einschränkende Massnahme Verboten und Schliessungen vor. Angesichts der verschärften Lage bei den Hospitalisationen und insbesondere bei der Belegung der Intensivpflegestationen begrüsst der Regierungsrat deshalb den Entscheid des Bundesrats von gestern Mittwoch, die Zertifikatspflichten zeitlich begrenzt breit einzuführen..

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