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Gaswerkareal: Wettbewerbsergebnisse liegen vor

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    Gaswerkareal: Wettbewerbsergebnisse liegen vor (Bild: Stadt Bern)
2021-10-28 10:05:02
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Quelle: Stadt Bern

Auf dem Gaswerkareal an der Aare entsteht ein neues Stadtquartier, wie die Stadt Bern mitteilt.

Nun sei der städtebauliche Ideenwettbewerb abgeschlossen: Das Siegerprojekt «Downtown Gastown» überzeugt als eine nachhaltige Quartieridee mit einem hohen Wohnanteil. Der Wettbewerb zeigt, dass der Erhalt der bestehenden Naturwerte, des Freiraums und des Gaskessels mit einer baulichen Verdichtung des ehemaligen Industrieareals möglich ist.Zur Entwicklung des Gaswerkareals habe die Stadt Bern einen anonymen, offenen, einstufigen städtebaulichen Ideenwettbewerb veranstaltet.

Gesucht wurde ein hochwertiges Gesamtkonzept für ein zukunftsweisendes und nachhaltiges Stadtquartier mit gemischter Nutzung und einer oberirdischen Geschossfläche in einer Bandbreite von 60’000 bis 80’000 m2. Dabei solle das Jugend- und Kulturzentrum Gaskessel am jetzigen Standort erhalten bleiben.  Der Juryentscheid liegt nun vor.Die erstrangierte Idee «Downtown Gastown» des interdisziplinären Teams bestehend aus ARGE Holzhausen Zweifel Architekten (Bern), rk Studio (Biel), camponovo baumgartner architekten (Zürich) und Eder Landschaftsarchitekten (Zürich) habe das Preisgericht am meisten überzeugt.

Das Konzept sei hinsichtlich städtebaulicher, sozialräumlicher, ökologischer und ökonomischer Kriterien eine massgeschneiderte Grundlage für die weiteren Planungsschritte. Es eignet sich gut für die Erstellung von zahlreichen preisgünstigen Wohnungen und den gemeinnützigen Wohnungsbau.

Der Vorschlag verzichtet auf kostentreibende neue Untergeschosse. Mit seinem hohen Anteil Wohnnutzung leistet das Siegerprojekt einen Beitrag zur Umsetzung der städtischen Wohnstrategie.Der nördliche Teil von «Downtown Gastown» schreibt die industrielle Vergangenheit des Areals weiter und ermöglicht die Setzung eines kompakten Quartierbausteins mit urbaner Mischnutzung.

Das Siegerteam schlägt eine heterogene Bebauung mit hoher Dichte und städtischen Gassenräumen vor. Das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss seien durchgängig für Gewerbe und Dienstleistungen, Gastronomie und öffentliche Nutzungen vorgesehen.

Die oberen Geschosse dienen vor allem dem Wohnen. Eine zweite Stadtebene, die sogenannten «Beletage», werde mit einem direkten Zugang von der Monbijoubrücke her aufgespannt.

Auf den Dächern werden gemeinschaftsfördernde Nutzungen und Aneignungsflächen für die Bewohnerschaft vorgeschlagen. Unter der Monbijoubrücke ermöglichen ein Sporthallenkomplex sowie der unbebaute Platz unterschiedliche Quartier- und Sportaktivitäten.Im Bereich zwischen dem Gaskessel und dem Wald verzichtet das Team auf zusätzliche Bauten und schafft so einen grosszügigen naturnahen Freiraum zur Stärkung der Biodiversität.

Den südlichen Perimeter entwickelt das Team als atmosphärisch eigenständigen Ort mit hoher Dichte und hauptsächlich Wohnnutzungen. Ein halböffentlicher grüner Innenhof, von dem aus die Gebäude erschlossen werden, eignet sich für die Aneignung durch die Bewohnerinnen und Bewohner.Die Quartieridee verzichtet auf Hochhauslösungen in der Schwemmebene, schlägt hingegen beim Brückenkopf ein Hochhaus von rund 60 Metern vor.

Das Preisgericht empfiehlt hier jedoch, unter einer Höhe von 50 Metern zu bleiben. Das konkrete Projekt solle mit einem Projektwettbewerb ermittelt werden.

Für die Plattform beim heutigen Lift gegenüber dem neuen Hochhaus sei ein attraktiver öffentlicher Balkon mit Pavillon und Panoramaausblick auf Altstadt, Bundeshaus und Aaretal vorgesehen.«Downtown Gastown» werde nun im Dialog zwischen der Stadt und dem Team weiterentwickelt. Das Preisgericht macht zur Weiterbearbeitung konkrete Empfehlungen: So solle sich die oberirdische Geschossfläche am unteren Rand der angestrebten Bandbreite bewegen, um eine ausgewogene und nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen.

Die wuchtig wirkende Überbauung im südlichen Teil werde noch überarbeitet. Bezüglich des Gaskessels orientiert sich die weitere Entwicklung an der heutigen Nutzung.

Themen wie Lärm und die Aneignung von Freiraum rund um den Gaskessel werden im Dialog mit den Jugendlichen konkretisiert.Als nächster Schritt erhält das erstrangierte Team den Auftrag für die Ausarbeitung eines Rahmenplans, welcher auf dem Wettbewerbsbeitrag und den Empfehlungen des Preisgerichts basiert. Der Rahmenplan und die Planungsinstrumente (Zonen mit Planungspflicht, ZPP), die diesen Sommer in der öffentlichen Mitwirkung waren, werden detailliert aufeinander abgestimmt.

Aufbauend auf der Siegeridee werde zudem ein Mobilitätskonzept erstellt. Nach jetzigem Planungsstand werde voraussichtlich Mitte 2023 die Volkabstimmung zu den Planungsinstrumenten (ZPP Gaswerkareal und ZPP Brückenkopf West) stattfinden.

Im Anschluss erfolgt die Vermarktung der Baufelder für die geplante Abgabe im Baurecht an interessierte Bauträgerschaften. Für die einzelnen Projekte sei eine weitere Qualitätssicherung vorgesehen.Sämtliche Wettbewerbsbeiträge seien für die Öffentlichkeit vom 29. Oktober bis 14. November 2021 in der Sprachheilschule Wankdorf an der Morgartenstrasse 2A/2C (1. Untergeschoss) einsehbar.

Der Ausstellungsort sei mit dem Bussen Nummer 20 und 40, dem Tram Nummer 9 oder der S-Bahn erreichbar..

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