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Wirtschaft

DPD in Vilters: ein Tieflohnstandort im schicken Skigebiet

2021-10-30 16:20:13
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Die Unia kämpft gemeinsam mit den DPD-Fahrer*innen für bessere Arbeitsbedingungen, wie die Gewerkschaft Unia schildert.

Mittwoch, 22. September 2021, frühmorgens um 5:30 Uhr: Die Berglandschaft um Vilters (SG) sei noch dunkel. Im DPD-Depot am Ortsausgang brennt bereits Licht.

Die überwiegend neu aussehenden Fahrzeuge stehen am Förderband und ein Disponent trifft Vorbereitungen für den Tag. Alles sei kameraüberwacht.

Ab 5:45 Uhr treffen die meisten der rund 25 Fahrer*innen für die Paketauslieferung ein. Es werde noch kurz geraucht und Absprachen getroffen.Um 6 Uhr geht es los: Die Fahrzeuge werden beladen.

Quer über einen der beiden Eingänge werde ein Förderband gezogen. Wer sein Fahrzeug beladen hat, muss bis zur Ausfahrt warten, bis es wieder entfernt ist.

An den Rampen für die Anlieferung neuer Pakete rangieren Camions mit Containeranhängern. Es sei eng.

Um richtig rangieren zu können, müssen sie auch die schmale öffentliche Strasse direkt am Depot mitbenutzen. Noch ein Flaschenhals.Gegen 8:30 Uhr sei es soweit: Die Lieferwagen seien beladen und die Auslieferung könne beginnen.

Die Fahrer*innen schwärmen aus. Als sie am Nachmittag nach acht oder neun Stunden Arbeit zurückkommen, entstehen kleine Staus an den Ausladeplätzen.

Sie berichten von Warte- und Ausladezeiten von teilweise mehr als einer Stunde nach der eigentlichen Auslieferungsarbeit. Es werde deutlich: Dieses Depot wurde nicht für die Bewältigung solch grosser Paketmengen gebaut.In den zurückliegenden Sommermonaten seien die Arbeitszeiten recht normal gewesen, sagen die Fahrer*innen – wenngleich sich einer beschwert, dass er gestern mal wieder einen 12-Stunden-Tag hatte.

Natürlich ohne eine Kompensation. Viele der Fahrer*innen seien erst kurz bei DPD, manche seien schon wieder auf dem Sprung zu einem neuen Job.

Aber wer länger dabei ist, weiss, dass es bald losgeht mit extrem langen Arbeitstagen. Im Winter erwarten die Fahrer*innen, wieder um 5:30 Uhr anzufangen und vor allem, dass sie dann meist bis am Abend Pakete ausliefern müssen.Eine Kompensation der Überstunden in Form von Zeit oder Geld gibt es hier nicht.

Nur ein Fahrer gibt an, überhaupt eine Zeiterfassung zu haben. Andere wissen davon nichts.

Immerhin: Lohnabrechnungen gibt es. Der Lohn sei aber immer der gleiche, unabhängig von den gearbeiteten Stunden.

Und die Löhne seien niedrig: In dieser schönen Ferienregion mit ihren exklusiven Ski- und Kurangeboten berichten die DPD-Fahrer*innen von Löhnen zwischen 3800 und 4200 Franken, inklusive Spesen. Auf einen grünen Zweig kommt damit höchstens DPD, die Fahrer*innen sicher nicht.

Skiferien für die eigenen Kinder? Wohl Fehlanzeige.Dezentrale, branchenübergreifende Demonstrationen in Genf, Olten, Zürich und Bellinzona, Pflege-Kundgebung in Bern. Für bessere Arbeitsbedingungen,…Endlich bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege: Dafür gehen wir erneut mit dem Gesundheitsbündnis auf die Strasse.

Denn obwohl die Pflegenden in der….

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