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Sanierung Freibad Marzili: Siegerprojekt liegt vor


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2021-11-04 12:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Das Siegerprojekt zur Sanierung des Freibads Marzili überzeugt durch eine sorgfältige Weiterentwicklung der bestehenden Anlage, wie die Stadt Bern schreibt.

Die Garderoben- und Kabinenbauten werden sanft saniert. Das Marzili erhält ein neues Gastronomiegebäude sowie einen neuen attraktiven Eingangsplatz.

Die Wasserbecken werden am heutigen Standort saniert und mit gezielten Eingriffen aufgewertet. Mit dem neuen «Löifuweg» werde der zugeschüttete Aarelauf zwischen dem neuen Bootshafen im Süden und dem Bueberseeli nachgezeichnet.Wesentliche Teile des Freibads Marzili seien heute sanierungsbedürftig.

Um die Grundlage für ein qualitativ überzeugendes Projekt zu schaffen, habe die Stadt Bern einen Studienauftrag durchgeführt. Das Beurteilungsgremium empfiehlt einstimmig das Projekt ÖKOTON des Teams unter der Leitung von Trachsel Zeltner Architekten AG aus Thun zur Weiterbearbeitung.Das Siegerprojekt sieht vor, den Charakter des Marzilibads zu erhalten und die Anlage mit gezielten Eingriffen aufzuwerten.

Die Grundidee des Projekts sei es, die baulichen Veränderungen entlang der Randbereiche des Areals anzuordnen und den Innenbereich als grosszügigen Park mit Liegewiese und Wasserbecken freizuhalten. Die Wasserbecken werden in ihrer Form belassen und an ihrer heutigen Lage umfassend saniert.

Ein Nichtschwimmerbecken werde barrierefrei erschlossen, der Kinderplanschbereich werde an gleicher Stelle neu erstellt. Die Garderoben und Kabinenbauten erfahren eine behutsame Sanierung und werden nur punktuell angepasst.

Ebenfalls bleiben der Frauenbereich «Paradiesli» und der Ruhebereich im Wesentlichen unverändert. Um die Beschattung der Liegeflächen zu verbessern, werden die bestehenden Baumgruppen der Liegewiese mehrheitlich erhalten und ergänzt.Die sichtbarste Veränderung werde beim Hauptzugang umgesetzt.

Das bestehende Eingangsgebäude werde zurückgebaut und durch ein neues, zweigeschossiges Gebäude in Holz ersetzt. Darin werden der Kassenbereich und das Restaurant mit Aussenterrasse untergebracht.

Ganz im Sinne des kostenlosen Zugangs markiert jedoch kein Gebäude, sondern ein grosszügiger Freiraum mit Bäumen und Sitzgelegenheiten den Hauptzugang der Anlage. Dieser werde zwischen das neue Eingangsgebäude und die bestehende Bäckerei Fürst verschoben.

Das Marzili erhält damit einen angemessenen Eingangsbereich mit Ausstrahlung ins Quartier. Zwei Nebeneingänge werden mit Buvetten aufgewertet.Der ehemalige Aarelauf Löifu werde nicht rekonstruiert.

Das Siegerprojekt thematisiert den Löifu trotzdem auf eine überzeugende Weise. Der Löifu werde über die gesamte Länge zwischen dem «Spitz» und dem Bueberseeli in seiner ursprünglichen Lage nachgezeichnet und in weiten Teilen als Wegerschliessung, Aufenthaltsbereich oder als Fläche für Liegepritschen nutzbar.

So werde der ehemalige Aarelauf und der ursprüngliche Charakter des Marzilis als Insel wieder lesbar und eine Rekonstruktion bei späteren Sanierungen wieder ermöglicht. Die Autoparkplätze beim «Spitz» südlich der Dampfzentrale werden zugunsten von mehr Freiraum aufgehoben.

Dort seien ein zusätzlicher Aarehafen zur Auswasserung von Booten sowie ein neuer Sport- und Spielbereich vorgesehen.Mit dem Siegerprojekt werde das Marzili auch nach der Sanierung seine Identität und seinen heutigen Charakter als weitherum beliebte Freibadanlage beibehalten, was einem zentralen Bedürfnis aus der vorangegangenen Partizipation entspricht. Das Projekt werde nun gemäss den Empfehlungen der Jury weiterentwickelt und konkretisiert.

Die zu erwartenden Investitionskosten liegen zwischen 50 und 63 Millionen Franken. Über den Baukredit könne die Stadtberner Stimmbevölkerung voraussichtlich im Jahr 2024 abstimmen.

Die Realisierung sei in mehreren Etappen vorgesehen und beginnt mit der Sanierung der Wasserbecken voraussichtlich ab 2025.Die eingereichten Projekte des Studienauftrags können vom 6. bis 21. November 2021 im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung im Untergeschoss der Volksschule Wankdorf, Morgartenstrasse 2a/2c, besichtigt werden. Geöffnet sei die Ausstellung von Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 10 bis 12 Uhr.

Weitere Informationen und der Jurybericht seien auf www.bern.ch/hochbau zu finden.Am Freitag, 19. November 2021, um 18.00 Uhr werden Stadtpräsident Alec von Graffenried, Gemeinderätin Franziska Teuscher und Vertreter der Stadtverwaltung das Siegerprojekt der interessierten Bevölkerung an einem öffentlichen Informationsanlass vorstellen. Interessierte seien gebeten, sich bis zum 11. November 2021 per E-Mail an zukunft-marzili@bern.ch mit Namen und Anzahl Personen anzumelden.

Am Anlass gilt Zertifikatspflicht. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite www.bern.ch/zukunft-marzili..

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