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Berner Digitaltag 2021: Berner Ideen-Awards gehen an…


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2021-11-08 11:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Wie wird Bern zur smartesten Hauptstadtregion? Drei Ideen werden am Berner Digitaltag vom 10. November ausgezeichnet: Eine App für den digitalen Behördengang, eine Drohnenshow und ein Projekt der Kornhausbibliotheken, wie die Stadt Bern meldet.

Die Stadt setzt dieses Jahr erstmals auf drei ganztägige Live-Streams aus dem Erlacherhof mit rund 60 Programmpunkten. Über 100 Expertinnen und Experten diskutieren über Themen wie künstliche Intelligenz, Fake News und E-Demokratie.Anlässlich des Berner Digitaltags zeichnet die Stadt Bern erstmals gemeinsam mit dem Kanton Bern und der Hauptstadtregion Schweiz Ideen aus der Bevölkerung aus, wie Bern zur smartesten Hauptstadtregion werden kann.

Die Awards gehen an: «Ein Online-Schalter in einer App – das entspreche dem Zeitgeist», sagt Fabian Kleemann, Hochschulpraktikant beim Kanton Bern. «Die Kundschaft will heute wissen, wie es um ihre Anfrage – zum Beispiel ihr Baugesuch, ihre Ausweisbestellung, ihr Heimatschein – steht und wie lange es noch dauert.» Via Bürgerkonto in einer App könnten Einwohnerinnen und Einwohner ihre Aufträge jederzeit und von überall nachverfolgen.

Komplexe Anfragen leitet ein Chatbot an «echte» Mitarbeitende weiter. Die Bürgerinnen und Bürger sparen so Zeit und müssen sich mit weniger Formularen herumschlagen, während Mitarbeitende Zeit für qualitative Beratungen gewinnen, so Kleemann.Der Vorschlag kam bei der Jury gut an.

«Wir möchten die Interaktion mit Behörden erleichtern – idealerweise rund um die Uhr», erklärt Roberto Capone, Jury-Mitglied und Leiter Digitale Verwaltung des Kantons Bern. «Dafür müssen Gemeinden, Kanton und Bund stärker zusammenarbeiten und bereits heute die Chancen des digitalen Wandels ergreifen.»Die Hauptstadt sucht eine Alternative zum Feuerwerk für den Nationalfeiertag.

Eine mögliche Antwort liefert David Hofmann mit seiner Idee in der neuen Kategorie für Berufseinsteiger «Das Feuerwerk auf dem Gurten könnte durch eine atemberaubende Drohnenshow ersetzt werden. Die Drohnen könnten dafür so programmiert werden, dass sie gemäss einer Choreografie den Digitalisierungsfortschritt am Himmel für alle gut sichtbar veranschaulichen.

Sein Lösungsvorschlag sei zudem nachhaltiger, weil die Drohnen, im Gegensatz zum Feuerwerk die Umwelt weniger belasten.Bei der fortschreitenden Digitalisierung könne sich ein Ungleichgewicht in der Gesellschaft entwickeln (digital gap). Personen mit wenig finanziellen Mitteln oder fehlendem Know-how drohen den Anschluss zu verlieren und können weniger von neuen digitalen Möglichkeiten profitieren.

«Hier sollen Bibliotheken in die Bresche springen und zu Zentren der Digitalinfrastruktur und -hilfe werden», erklärt Felix Hüppi, Direktor der Kornhausbibliotheken. In allen Kornhausbibliotheken in der Stadt solle es WLAN, PCs mit Internetzugang und Office-Programmen sowie Drucker geben, welche die gesamte Bevölkerung kostenlos nutzen kann.

«Dazu gibt es Angebote wie Schulung im Umgang mit Geräten und Unterstützung fürs Ausfüllen von Formularen und für den Umgang mit amtlichen Anfragen», so Hüppi weiter. «Die Idee zeigt, wie wir bestehende Infrastruktur an bester Lage kreativ für die Inklusion nutzen können», sagt Jonathan Gimmel, Jury-Vorsitzender und Leiter Digital Stadt Bern. «Dies hilft uns dabei, den Service Public viel näher an der Bevölkerung zu entwickeln und den Zugang für viele Menschen zu erleichtern oder erst möglich zu machen.»Diese drei Ideen überzeugten die interdisziplinäre Jury am meisten unter den zwölf Eingaben.

Neu sei die Award-Kategorie für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger unter 25 Jahren. So werden am 10. November um 16.45 Uhr gleich zwei junge Berufsleute ausgezeichnet.

Mit dem Award für die besten Digitalvorschläge möchten Stadt und Kanton Bern Impulse für mutige, innovative Ideen aus der Bevölkerung erhalten, spielerisch die Partizipation fördern und Digitalprojekte der Stadt Bern stärker auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abstimmen. Die besten Impulsgebenden erhalten zudem die Chance, in einem Innovationsformat von Stadt Bern, Energie Wasser Bern und BERNMOBIL mitzuwirken und basierend auf den Wettbewerbseingaben an gemeinsamen Lösungen mitzuarbeiten.Unter dem Motto «digital.nachhaltig.smart» zeigt die Stadt Bern am 10. November  gemeinsam mit zahlreichen lokalen Partnern, wie sie zusammenarbeiten, um Bern zur smarten Hauptstadtregion zu machen.

Der Berner Digitaltag bietet ein vielfältiges Programm: Interessierte können per Live-Stream aus dem Erlacherhof zwischen 7.30 und 18.30 Uhr bequem und kostenlos rund 60 Talks, Referate und Workshops online verfolgen und sich via Live-Chat mit über 100 Vertretenden aus Forschung, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft online austauschen.Gestaltet wurde das Berner Online-Programm gemeinsam mit der Hauptstadtregion Schweiz und zahlreichen weiteren Partnerinnen und Partnern. Digital Stadt Bern beteiligt sich damit bereits zum dritten Mal mit einer wachsenden Community am Schweizer Digitaltag.

«Ich freue mich über das grosse Interesse am Berner Digitaltag und das vielversprechende Programm. Es zeigt auf, wie wir das Potential der Digitalisierung für mehr Innovation und einen zukunftsorientierten Service Public nutzen können», sagt Stadtpräsident Alec von Graffenried, der als Co-Präsident der Hauptstadtregion Schweiz und als Gastgeber im Erlacherhof den Anlass eröffnen wird.

Am Abend nimmt von Graffenried gemeinsam mit Parlamentarierinnen und Regierungsrat Pierre Alain Schnegg an einem PolitCafé zum Thema «Digitalpolitik, Datenschutz und KI» teil..

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