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Covid-19: Berner Regierungsrat erweitert Maskentrag- und Zertifikatspflicht

2021-11-26 13:49:48
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Am vergangenen Mittwoch (24.11.2021) hat der Bundesrat die aktuelle epidemiologische Situation in der Schweiz zwar als kritisch eingestuft, wie www.be.ch schreibt.

Er hält schweizweite Verschärfungen der Massnahmen aber derzeit nicht für angezeigt, fordert die Kantone jedoch auf, wo nötig zu handeln. Der Regierungsrat habe die Situation im Kanton Bern analysiert.

Auf Grund der epidemiologischen Lage habe er heute Freitag (26.11.2021) zusätzliche Massnahmen beschlossen, namentlich eine Ausweitung der Maskentragpflicht. Er habe die kantonale Covid-19 Verordnung entsprechend angepasst.Die Corona-Impfung verhindert schwere Krankheitsverläufe sehr effizient und entlastet damit die Gesundheitsinstitutionen.

Da sich aber auch geimpfte Personen mit dem Virus infizieren und dieses weiterverbreiten können, habe der Regierungsrat beschlossen, die Maskentragpflicht unabhängig von einer allfälligen Zertifikatspflicht auszudehnen. Das heisst:Mit den neuen Massnahmen will der Regierungsrat Schliessungen oder Teilschliessungen von ganzen Branchen, wie sie in der Vergangenheit schon angeordnet werden mussten, wenn immer möglich vermeiden.

Im Sinne einer möglichst milden Massnahme beschränken sich die vom Regierungsrat beschlossenen Änderungen deshalb auf eine Ausweitung der Maskentragpflicht und der Zertifikatspflicht. Die Erfahrung habe gezeigt, dass mit einem sinnvollen und disziplinierten Einsatz von Schutzmasken das epidemiologische Geschehen eingedämmt werden kann.

Angesichts der sich schnell verschärfenden epidemiologischen Lage gelten die zusätzlichen kantonalen Massnahmen bereits ab kommenden Montag, 29. November, und seien bis am 23. Dezember 2021 befristet. Die erweiterte Maskenpflicht im Bildungsbereich gilt vorläufig bis zum 24. Januar 2022. Der Regierungsrat werde die Lage laufend beobachten und soweit erforderlich über eine Verlängerung oder Anpassung der Massnahmen entscheiden.Da die Anzahl Corona-Infektionen im Kanton Bern seit Mitte Oktober wieder exponentiell ansteigt und in diesen Tagen Rekordwerte erreicht hat, empfiehlt der Regierungsrat zudem dringend die Rückkehr zu möglichst viel Homeoffice.

Ist das nicht möglich und teilen sich Personen die Räumlichkeiten, sollte in Gemeinschaftsbüros zwingend eine Maske getragen werden. Dies gilt auch für Sitzungen.

Weiter empfiehlt der Regierungsrat den Spitalverantwortlichen, beim Personal die 3G-Regel einzuführen oder repetitive Testungen zu organisieren. Um Ansteckungen am Arbeitsplatz zu verhindern, beziehungsweise zu minimieren, habe der Regierungsrat eine Maskentragpflicht für die Angestellten der Kantonsverwaltung angeordnet. Ab sofort gilt diese nicht nur in öffentlich zugänglichen Bereichen, sondern auch in sämtlichen Innenräumen der Kantonsverwaltung, wenn sich mehr als eine Person in einem Raum aufhält.

Präsenzsitzungen und Besprechungen seien auf ein absolutes Minimum zu beschränken. Kann eine Sitzung nicht virtuell durchgeführt werden, gilt bei Präsenzsitzungen in jedem Fall die Maskenpflicht.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werde weiterhin empfohlen, Homeoffice zu leisten, sofern dies möglich ist. Der Regierungsrat habe sich an der Sitzung vom Freitag, 26. November 2021, auch mit der Frage der Teststrategie in den Schulen befasst. Denn von verschiedenen Seiten wurde in den vergangenen Wochen die Frage in den Raum gestellt, ob der Kanton Bern nicht wieder zum repetitiven Testen in Schulen zurückkehren soll.

Der Regierungsrat sieht aus zwei Gründen davon ab: Zum einen hatte ein Teil der Volksschulen auf eine Teilnahme am systematischen Testen verzichtet. Auch ein Teil der Schülerinnen und Schüler wollten sich nicht regelmässig auf Corona testen lassen.

Somit war es für die kantonalen Gesundheitsbehörden nicht möglich, sich ein flächendeckendes Bild von der Situation in den Schulen zu verschaffen. Zum anderen zeigen Zahlenvergleiche mit jenen Kantonen, die das repetitive Testen anwenden, dass der Kanton Bern bezüglich der Zahl der Corona-Fälle in den Schulen nicht schlechter abschneidet.

Eine Massnahme, die derart stark in den Schulbetrieb eingreift, muss erwiesenermassen positive Auswirkungen haben, ansonsten darauf zu verzichten ist. Das Ausbruchstesten, mit dem deutlich weniger in den Schulalltag eingegriffen werde als mit dem repetitiven Testen, habe sich nach Auffassung des Regierungsrats im Kanton Bern bewährt..

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