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Base4kids2: Untersuchungsbericht der Aufsichtskommission liegt vor

2021-12-10 09:05:02
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Quelle: Stadt Bern

Die Aufsichtskommission des Berner Stadtrats verabschiedete an ihrer Sitzung vom 6. Dezember 2021 einstimmig den Untersuchungsbericht zum Projekt «Informatikplattform base4kids2», wie die Stadt Bern schreibt.

Der Bericht fokussiert auf die politische und strategische Aufarbeitung der Ereignisse. Er untersucht die Verantwortung der zuständigen Direktionen für die Ausschreibung und die strategische Projektführung.

Die Aufsichtskommission veröffentlicht im Bericht eine Reihe von Empfehlungen an den Gemeinderat, mit dem Ziel ähnliche Probleme in Zukunft zu vermeiden.Die Aufsichtskommission kommt in ihrer Untersuchung zum Schluss, dass man mit Base4Kids2 ein einzigartiges innovatives Leuchtturm-Projekt entwickeln wollte, ohne über die notwendigen Ressourcen und das notwendige Wissen zu verfügen. Der eigentliche Zweck des Projektes wurde dabei nicht erfüllt: Den Schüler*innen und deren Lehrerschaft konnte keine funktionierende Plattform zur Verfügung gestellt werden, die den pädagogischen Aspekten genügt, up-to-date sei und im Rahmen vorhandener Kompetenzen bedient werden kann.Die Aufsichtskommission sei sich einig, dass formaljuristisch innerhalb der Verwaltung alles korrekt gehandhabt wurde.

In Bezug auf die Zweck- und Verhältnismässigkeit des Verwaltungshandelns seien hingegen Fehler auf der strategischen Ebene passiert. Das Anhören und Aufnehmen von Kritik, das Bereitstellen der notwendigen Ressourcen, eine Überprüfung der Projektführung und eine transparente Kommunikation wurden beim Projekt Base4Kids2 nur teilweise wahrgenommen beziehungsweise vernachlässigt.Angesichts der finanziellen Tragweite des Geschäfts und der grossen Anzahl Betroffene*r sei es der Aufsichtskommission ein Anliegen, dass das Projekt nicht nur analysiert, sondern daraus auch Konsequenzen gezogen werden.

Sie habe deshalb gestützt auf die Untersuchungsergebnisse eine Reihe von Empfehlungen an den Gemeinderat formuliert. Diese beziehen sich auf die Führung durch die Gemeinderatsmitglieder und die Direktionen, den Aufbau von stadtinternen Ressourcen zur Führung von IT-Projekten, den Einbezug der Anwender*innen, die Ausschreibekriterien bei IT-Projekten und die Kommunikation.Weiter hebt die Aufsichtskommission im Bericht hervor, dass auch der Stadtrat insbesondere bei IT-Projekten stets die Machbarkeit vor Augen haben sollte.

Der Zweck eines Projekts und dessen Nutzen für die jeweilige Zielgruppe sollten stets an erster Stelle stehen.Der Untersuchungsbericht wurde von einem Ausschuss der Aufsichtskommission erarbeitet. Im überparteilich zusammengesetzten Ausschuss arbeiteten Claudine Esseiva (FDP/JF), Francesca Chukwunyere (GFL/EVP), Tabea Rai (Freie Fraktion AL/PdA) und Bettina Stüssi (SP/JUSO) mit.

Der Ausschuss habe sich zudem rechtlich und bezüglich der IT-Thematik von Experten beraten lassen..

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