Logo newsbern.ch

Regional

Farbsack-Trennsystem startet erst im nächsten Jahr

2022-03-17 10:05:03
newsbot by content-proivder.ch GmbH
Quelle: Stadt Bern

Am 28. November 2021 stimmten die Berner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Einführung des Farbsack-Trennsystems zu, wie die Stadt Bern meldet.

Erkenntnisse aus den Vorbereitungsarbeiten haben nun Auswirkungen auf den Zeitplan: Das neue System solle im ersten Stadtteil III Mattenhof-Weissenbühl statt 2022 erst 2023 eingeführt werden. In den nächsten Monaten werde die Planung überarbeitet, das Quartier solle einbezogen werden.Mit dem Farbsack-Trennsystem führt Bern als erste Schweizer Stadt ein Entsorgungssystem ein, welches für die Bevölkerung das Recycling vereinfacht, die städtischen Sammelstellen entlastet und die Gesundheit des Entsorgungspersonals schützt.

Die Einführung habe Pioniercharakter und findet deshalb nach Stadtteilen etappiert statt. Der Stadtteil I Innere Stadt sei vom neuen System ausgenommen.

Das Farbsack-Trennsystem startet im Stadtteil III, Mattenhof-Weissenbühl. Bisher ging die Stadt von einer Einführung im laufenden Jahr aus.

Die konkreten Vorbereitungsarbeiten zeigen nun aber, dass für die Umsetzungsplanung mehr Zeit benötigt werde – gestartet werden solle darum 2023.Mit dem Farbsack-Trennsystem findet die Abfuhr von Kehricht und Separatabfällen neu in Containern statt. Die Container werden im Grundsatz auf Privatgrund stehen.

Wo dies der Platz nicht zulässt, bietet die Stadt gegen die Entrichtung einer Ersatzabgabe eine Entsorgungslösung auf öffentlichem Grund an. Solche Lösungen seien fordernd, da sie aufgrund des beschränkten Platzes oft in Konkurrenz mit anderen Nutzungen im öffentlichen Raum stehen.Im Stadtteil III sei dieses Spannungsfeld mit voraussichtlich rund 120 öffentlichen Containerstandplätzen besonders ausgeprägt.

Die Ausarbeitung der dafür notwendigen Baubewilligungsgesuche sei aufwändiger als bisher angenommen. Hinzu kommt, dass für ihre Erstellung nach heutigen Erkenntnissen rund 200 Parkplätze aufgehoben werden müssen.

Gleichzeitig stehen im Stadtteil III in den nächsten Jahren weitere Parkplatzaufhebungen aufgrund anderer städtischer Projekte an. Die Velostrasse Wabern-/Landoltstrasse bringt rund 30 Parkplatzaufhebungen mit sich, jene in der Schlösslistrasse etwa 20 und die Velohauptroute Bümpliz-Niederwangen in der Schlossstrasse rund 40. Daneben müssen im Stadtteil III weitere rund 80 Parkplätze aufgehoben werden, um die Durchfahrt der Feuerwehr- und Kehrichtentsorgungsfahrzeuge sicherzustellen.

Ein erster Austausch mit der Quartierorganisation zeigte Unbehagen gegenüber dieser gebündelten Reduktion, welche namentlich das Parkplatzangebot für die Anwohnerparkkarten einschränkt.Die Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün habe darum beschlossen, die Umsetzungsplanung vertieft zu prüfen und nach Optimierungen zu suchen. Die Stadt möchte die Quartierorganisation dabei in angemessener Form einbinden.

«Für eine möglichst reibungslose Einführung des Farbsack-Trennsystems brauchen wir das Quartier an unserer Seite», sagt Gemeinderätin Marieke Kruit. «Wir haben die Anliegen aus dem Quartier gehört und seien bereit, die nötige Zeit für zusätzliche Abklärungen einzuräumen.» Ein guter Start des Farbsack-Trennsystems im ersten Stadtteil sei im Interesse der gesamten Stadt.

Durch die etappierte Einführung sei es möglich, dass in den folgenden Stadtteilen bisher gewonnene Erkenntnisse laufend einfliessen können..

Suche nach Stichworten:

Bern Farbsack-Trennsystem