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Vertrocknet, verstaubt und vergessen: Das traurige Leben der Büropflanzen

  • Vertrocknet, verstaubt und vergessen: Das traurige Leben der Büropflanzen
    Vertrocknet, verstaubt und vergessen: Das traurige Leben der Büropflanzen (Bild: Stadt Bern)
  • Vertrocknet, verstaubt und vergessen: Das traurige Leben der Büropflanzen
    Vertrocknet, verstaubt und vergessen: Das traurige Leben der Büropflanzen (Bild: Stadt Bern)
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    Vertrocknet, verstaubt und vergessen: Das traurige Leben der Büropflanzen (Bild: Stadt Bern)
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    Vertrocknet, verstaubt und vergessen: Das traurige Leben der Büropflanzen (Bild: Stadt Bern)
  • Vertrocknet, verstaubt und vergessen: Das traurige Leben der Büropflanzen
    Vertrocknet, verstaubt und vergessen: Das traurige Leben der Büropflanzen (Bild: Stadt Bern)
2022-05-23 10:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Die letzten zwei Jahre waren hart – wir mussten mit für uns bis anhin unbekannten Einschränkungen leben, wie die Stadt Bern meldet.

Während dieser Zeit haben auch unsere Büropflanzen einiges durchgemacht. Das (Un)Leben von fünf Exemplaren der Stadtverwaltung.Das sei Wendolin Wedel.

Er wohnt im Büro 247 im Generalsekretariat der Direktion TVS. Wendolin gehört Mirjam Messerli, die ihn früher bei sich daheim beherbergte und dann ins Büro zügelte.

Was im Übrigen nicht ganz einfach war, weil Wendolins Topf sauschwer sei und er deswegen mit dem Auto an die Bundesgasse 38 transportiert werden musste. Das Problem: Dort könne man natürlich nirgendwo parkieren… Wendolin schaffte es trotzdem irgendwie in den zweiten Stock.

Und dort schafft er es, irgendwie durchzukommen. Er habe ein karges Leben.

Etwa einmal pro Woche bekommt er einen Schluck Wasser (manchmal auch einen Rest Kräutertee), er habe zu wenig Erde und die verbliebene müsste dringend mit etwas Nährstoffen angereichert werden. Aber: Wendolin hält sich tapfer und werde wahrscheinlich sämtliche kommenden Bürogspändli und Umzüge überleben.

Wendolin sei der Highlander unter den Büropflanzen. Lang lebe Wendolin!Frau Kummer lebt seit letztem November im Büro des Informationsdiensts.

Sie sei drei Jahre jung, habe aber gefühlt bereits 87 Jahre gelebt. Umzüge und verschiedene fiese Viecher haben ihr zugesetzt, sie musste so einige Blätter lassen. Aber ehrlich gesagt: Es gefiel ihr auch nicht besonders bei ihrer Besitzerin Marie Gfeller.

Die Kommunikation war schlecht. Lag ihre miese Laune am Licht, der Nahrung, zu viel Zuneigung? Frau Kummer liess alle zunehmend ratlos zurück.

Also entschied sich die Besitzerin, es mit der Methode «Vernachlässigung» zu versuchen – und ernannte sie zur Büropflanze. Als es im Winter wieder zu 100 Prozent zurück ins Homeoffice ging, war die Büropflanze aus den Augen, aus dem Sinn.

Frau Kummer und ihre Sorgen waren schnell vergessen. Doch Diana, die gute Seele des Erlacherhofs, habe das zarte Pflänzchen liebevoll umsorgt und siehe da, es bildet neue Blätter! Erlebt Frau Kummer im Büro 113 vielleicht bald ihren fünften Frühling?Hier drin war mal Desirée, ein kleines, aber hoffnungsvolles Pflänzchen der Gattung «Chlorophytum comosum» (vulgo: Grünlilie).

Sie führte im Büro 362 an der Bundesgasse 38 ein ganz passables Pflanzenleben – bis sie dann ein Opfer von Corona wurde. Nein, nicht des heimtückischen Virus’, sondern der mit dem Virus verbundenen Homeoffice-Pflicht.

Diese führte nämlich dazu, dass Desirée tage-, ja wochenlang gar nicht gegossen und dann, wenn mal ausnahmsweise wieder eine*r im Büro zugegen war, mit Wasser schier ertränkt wurde. Sie wurde dürrer und brauner und schrumpliger, und sie war von der unsteten Bewirtschaftung schliesslich derart mitgenommen und versehrt, dass die nach Ende der Homeoffice-Pflicht vorgenommenen «Wiederzumlebenerweckungsversuche» sie nicht mehr erreichten.

Desirée streckte an einem warmen Herbsttag 2021 die Waffen äh Blätter. Sie ruhe in Frieden..

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