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Schwimmhalle Neufeld: Besuch auf der Baustelle

  • Schwimmhalle Neufeld: Besuch auf der Baustelle
    Schwimmhalle Neufeld: Besuch auf der Baustelle (Bild: Stadt Bern)
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    Schwimmhalle Neufeld: Besuch auf der Baustelle (Bild: Stadt Bern)
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    Schwimmhalle Neufeld: Besuch auf der Baustelle (Bild: Stadt Bern)
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    Schwimmhalle Neufeld: Besuch auf der Baustelle (Bild: Stadt Bern)
2022-06-30 09:05:02
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Quelle: Stadt Bern

Wir müssen uns noch etwas gedulden, bis wir in der Länggasse unsere 50-Meter-Längen schwimmen können, wie die Stadt Bern schreibt.

Doch der Neubau im Neufeld nimmt Form an. Ein Augenschein.Seit einigen Wochen könne man im Weyerli wieder schwimmen.

Wettermässig kam diese Wiedereröffnung genau zur richtigen Zeit. 18 Monate habe die Sanierung gedauert und mancher werde sich wundern, dass man davon kaum etwas sieht, ausser bei den neuen Duschen und sanierten Garderoben.

Anders sieht es beim neuen Hallenbad im Neufeld aus. Just am Valentinstag habe man nach rund 18 Monaten erst die Halbzeit bei den Bauarbeiten im Beisein der lokalen Presse gefeiert.Die Voraussetzungen seien natürlich ganz andere.

Auf der einen Seite ein bestehendes Bad, das modernisiert und für die Zukunft gerüstet werden musste (aufgrund der Grösse des Weyerli allerdings keine «kleine» Baustelle). Auf der anderen Seite ein Neubau einer 50-Meter-Schwimmhalle (wir wären olympiatauglich) mitten im Stadtgebiet, mit entsprechend engen Platzverhältnissen für die Baustelleninstallationen.

Dazu kommt ein komplexer Bauablauf, der minutiös geplant werden muss, damit alle Gewerke problemlos aneinander vorbeikommen. Mittlerweile sei aus der anfänglichen Baugrube ein stattliches Gebäude entstanden, das von der Strasse her nicht mehr zu übersehen ist.Beim Betreten des doch noch sehr karg wirkenden Gebäudes fällt mir erst mal die Kinnlade runter.

Wow, sei das gross! Aber klar, ein 50-Meter-Becken benötigt natürlich Platz. Man bleibt schon im Rohbau ungläubig und staunend stehen und das werde beim fertigen Bau wohl nicht anders werden.

Ich höre in Gedanken schon das Lachen und das Kreischen der Kinder und sehe den ängstlichen Blick, wenn man zum ersten Mal auf dem 5-Meter-Sprungbrett steht. Der ältere Herr, der morgens seine Runden schwimmt, um fit zu bleiben (mit dem grossen Becken braucht er weniger Runden).

Momentan sehe ich allerdings nur Beton, Grau in Grau, der Eingangsbereich, die Wände, das Becken. Es braucht schon etwas Vorstellungskraft, sich das Endergebnis vorzustellen.Aber toll werde es – und von den Berner*innen sicher bald ins Herz geschlossen.

Unter anderem gibt es für die Kleinsten ein Wasserspiel mit Springbrunnen und für die Grossen ein Becken mit Sprudeldüsen. Die Garderoben seien grosszügig und können, dank digitaler Anschrift, auch mal von einer Männergarderobe in eine Frauen- oder Mannschaftsgarderobe «umgepolt» werden, ganz nach den Bedürfnissen der Veranstaltungen, die stattfinden.

Auch das 50-Meter-Becken könne nach Bedarf unterteilt werden.Die Bauplanung sei bei diesem Projekt einiges komplexer als bei anderen Hochbauten. Der Bauablauf muss laufend an aktuelle Gegebenheiten angepasst werden.

So wurden, entgegen der ursprünglichen Planung, die Dachträger mit einer Länge von 34 Metern an Ort und Stelle betoniert. Der Transport von vorbetonierten Elementen in dieser Dimension durch die engen Strassen von Bern wäre zu kompliziert und teuer gewesen.

Und der Einbau der Fenster habe sich aufgrund der zurzeit herrschenden Lieferschwierigkeiten etwas verzögert. Im «Baujahr 2021» von Hochbau Stadt Bern gibt es übrigens einen ausführlichen Bericht der Projektverantwortlichen über die Komplexität dieser Baustelle sowie Interviews mit dem Bauleiter und dem Hochbau-Polier.

Man spürt beim Lesen, dass es für alle Beteiligten keine «gewöhnliche» Baustelle sei und bei vielen wohl auch nicht so schnell vergessen ist.Der Rohbau sei fertig, es bleibt nur noch der Innenausbau. Das könne nicht mehr so lange dauern, denkt man im ersten Moment.

Aber die Becken müssen noch mit Edelstahl ausgekleidet werden. Der gesamte Eingangs- und Kassenbereich sei derzeit vollkommen leer.

Der Sprungturm sei noch nicht betoniert, geschweige denn installiert. Und wenn ich sehe, dass das gesamte Untergeschoss nur für die Technik des Hallenbades genutzt wird, dämmert es mir, was heute alles für den Betrieb einer solchen Sportanlage nötig und vorgeschrieben ist.Die gute Nachricht zum Schluss: Die Bauarbeiten seien auf Kurs und im Herbst 2023 können die Berner*innen den Sprung ins neue Becken wagen.

Bis dahin bleibt uns ja noch das Weyerli!.

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