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Die Berner Fachstelle für Radikalisierung und Gewaltprävention verzeichnete 2025 50 vertiefte Beratungsgespräche zu Radikalisierung, deutlich mehr als 2024. Die Zunahme wird auf grössere Bekanntheit des Angebots und gesellschaftliche Polarisierung zurückgeführt.
2026-04-08 09:40:52Die Fachstelle Radikalisierung und Gewaltprävention der Stadt Bern hat im vergangenen Jahr 50 vertiefte Beratungsgespräche geführt. Das sind 20 mehr als im Vorjahr.
Die Fachstelle ist die Anlaufstelle im Kanton Bern für Fragen zu Radikalisierung, Extremismus und damit verbundener Gewalt und berät Betroffene, Fachpersonen und Interessierte. 2025 verzeichnete sie 50 Beratungen, insbesondere zu religiösen, politischen und monothematischen Richtungen. Ein Grossteil der Beratenen sind Jugendliche oder junge Erwachsene.
Die Leiterin der Fachstelle, Roland Knöri, führt an, dass die Zunahme auf bekannteres Angebot und gesellschaftliche Polarisierung zurückzuführen sei. Positiv sei, dass das Angebot bekannt ist und genutzt wird, um Radikalisierung entgegenzuwirken.
Seit 2019 besteht zudem ein Mentoring-Programm, das potenziell radikalisierte Personen begleitet und in die Gesellschaft integriert. Im Jahr 2025 wurden 12 neue Personen ins Mentoring aufgenommen; seit Beginn begleitete das Projekt 42 Personen. Finanzielle Unterstützung erhält das städtische Angebot neu vom Amt für Integration und Soziales des Kantons Bern; die Bundesfinanzierung endete Ende 2025.
Die Fachstelle dient auch als Anlaufstelle für städtische Mitarbeitende, die bei ihrer Arbeit beschimpft, bedroht oder körperlich angegangen werden. Die Zahl der Anfragen in diesem Bereich stieg 2025 auf 55, 31 mehr als im Vorjahr. Die Beratungen helfen, Betroffene zu unterstützen und das weitere Vorgehen zu planen.
(Quelle:Stadt Bern Bearbeitet mit ChatGPT)
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