Wissenschaft
Forscher der Universität Bern haben 2019 bis 2022 verschiedene Methoden zur Wiederherstellung der Pflanzenvielfalt auf 60 Wiesen im Schweizer Mittelland getestet. Vier Jahre nach Beginn der Maßnahmen lag die Artenvielfalt durchschnittlich 29 Prozent höher als vor der Wiederherstellung.
2026-04-08 09:41:49Forscherinnen und Forscher der Universität Bern untersuchten aktiv restaurative Methoden zur Wiederherstellung von Wiesen im Schweizer Mittelland. Auf 60 Flächen in zwölf Regionen testeten sie Bodenbearbeitung (oberflächlich mit Kreiselegge oder tiefes Pflügen) in Kombination mit drei Nachsaat-Methoden (Heublumenmethode, Aussaat einer Samenmischung, kultiviertes Saatgut).
Bereits zwei Jahre nach Umsetzung jeder Methode stiegen die Pflanzenvielfalt und die Artenzahlen deutlich an. Vier Jahre später stabilisierte sich die Vielfalt auf einem höheren Niveau mit durchschnittlich 29 Prozent mehr Arten als vor der Wiederherstellung. Gleichzeitig erreichten 90 Prozent der wiederhergestellten Wiesen die ökologische Qualitätsstufe Q2 für Biodiversitätsförderflächen.
Forscherinnen betonen, dass der lokale Bezug der Wiederherstellung wichtig ist: Wenn das Heu von einer Spenderwiese aus derselben Region stammt, war die Beta-Diversität höher. Die Studie belegt, dass verschiedene, leicht umsetzbare Methoden die Biodiversität effektiv erhöhen können und dass Landwirtinnen und Landwirte so besser von höheren Förderbeiträgen profitieren können.
Die Ergebnisse wurden in Agriculture, Ecosystems & Environment veröffentlicht. Die Forscher planen weiter, zu untersuchen, wie sich die Wiederherstellung auf Wirbellose auswirkt.
(Quelle:Universität Bern Bearbeitet mit ChatGPT)
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