Wissenschaft
Die Universität Bern untersucht erstmals das Immunsystem der Bachforelle auf Zellebene. Aufzuchtbedingungen hinterlassen messbare Spuren in der Genaktivität der Immunzellen.
2026-04-08 09:41:49Forscherinnen und Forscher der Universität Bern haben das Immunsystem der heimischen Bachforelle erstmals Zelle für Zelle untersucht und eine detaillierte Karte der Genaktivität in den Immunzellen erstellt. Die Studie zeigt, wie komplex das Immunsystem dieser ökologisch wichtigen und geschützten Fischart ist, und belegt, dass Aufzuchtbedingungen Spuren in der Immunzellgenaktivität hinterlassen.
Unter Leitung des Instituts für Fisch- und Wildtiergesundheit (FIWI) der Vetsuisse-Fakultät wurden mehr als 83 000 Immunzellen aus verschiedenen Forellenindividuen analysiert. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für zukünftige Forschungen zur Fischgesundheit, Evolution des Fisch-Immunsystems und neuer Ansätze in der aquatischen Veterinärmedizin.
Die Studienerkenntnisse zeigen, dass Forellen aus Farmhaltung im Abwehrsystem anders reagieren als wildlebende Fische, wobei bestimmte Gene stärker oder schwächer aktiv sind. Schon eine oder zwei Generationen unter kontrollierten Aufzuchtbedingungen reichen laut den Forschenden aus, um einen molekularen Fingerabdruck zu hinterlassen. Ob dies Gesundheit und Widerstandsfähigkeit beeinflusst, wird weiter untersucht.
(Quelle:Universität Bern Bearbeitet mit ChatGPT)
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