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Die Universität Bern hat mit Sedimentbohrungen gezeigt, dass eine verlangsamte Meeresströmung im Nordatlantik vor rund einer Million Jahren zu längeren, intensiveren Eiszeiten führte. Das Ergebnis hilft, zukünftige Klimawandelszenarien besser zu verstehen.

Schwächelnde Meeresströmung könnte Eiszeiten intensiviert haben (Bild: Universität Bern)
Ein Forschungsteam unter Iván Hernández-Almeida von der Universität Bern hat anhand von Sedimentbohrkernen aus dem Nordatlantik aufgezeigt, dass eine verlangsamte Tiefenströmung die Eiszeitzyklen beeinflusste.
Die Forscher nutzten Proben des International Ocean Drilling Program südlich von Island, um vergangene Ozeanbedingungen zu rekonstruieren. Dadurch wurde deutlich, dass Sauerstoffmangel in der Tiefsee und geringere CO2-Freisetzung mit einer Abkühlung des Planeten einhergingen.
Der Artikel betont, dass der Nordatlantik, neben dem Südpolarmeer, eine Schlüsselrolle bei der Umstellung auf längere, kältere Eiszeiten spielte. Die Ergebnisse liefern Erkenntnisse, wie heutige Klimamodelle den Einfluss von Schmelzwasser und Erwärmung der Erde berücksichtigen sollten.
Die Studie schließt eine Lücke, indem sie zeigt, dass auch im Nordatlantik Veränderungen der Tiefenzirkulation und Sauerstoffverhältnisse stattfanden. Diese Entwicklungen wirkten sich gleichzeitig auf beide Polargewässer aus und prägten die Eiszeitzyklen.
In einem nächsten Schritt sollen weitere Phasen der Erdgeschichte analysiert werden, um zu verstehen, wann sich das Gleichgewicht von Tiefenfluss und Sauerstoffgehalt verschob. Das habe auch Relevanz für den heutigen Klimawandel, so Hernández-Almeida.
(Quelle:Universität Bern Bearbeitet mit ChatGPT)
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