Wissenschaft
Im Inselspital Bern untersuchen Forscher Makrophagen im Bauchraum und deren Einfluss auf entfernte Wundheilung. Die Studien verbinden Mausmodelle mit Patientendaten.
Forscher des Inselspitals Bern und der Universität Bern zeigen, dass Immunzellen im Bauchraum die Heilung entfernten Hautgewebes durch Blutverteilung beeinflussen können. Makrophagen setzen nach Aktivierung das Protein Fibronektin frei, das gezielt in Wundgebieten die Heilung beschleunigt.
In Mausmodellen kombinierten die Wissenschaftler Bauchraumeingriffe oder Reize mit standardisierten Hautwunden und analysierten Blut, Gene und Gewebe. Parallel werteten sie Patientendaten nach grossen Bauchoperationen aus, um klinische Relevanz zu prüfen.
Das Ergebnis: Der Bauchraum fungiert als hormonähnliches Steuerzentrum der Wundheilung. Wird das Fibronektin-Protein vermindert oder Makrophagen entfernt, verschwindet der positive Heileffekt; eine Fibronektin-Gabe kann ihn wiederherstellen.
Die Forscher sehen Potenzial für Fibronektin als Biomarker zur Risikovorhersage von Wundheilungsstörungen nach grossen Eingriffen. Zukünftig sollen Werte helfen, Hochrisikopatientinnen und -patienten besser zu identifizieren und Therapien gezielt einsetzen zu können.
Die Studie unterstreicht, dass Immunzellen im Bauchraum nicht nur lokal wirken, sondern systemisch über den Blutkreislauf Gewebe beeinflussen können. Das Team plant weitere Studien, um Fibronektin-Serumwerte und Aktivierung von Bauchraum-Makrophagen klinisch nutzbar zu machen.
(Quelle:Universität Bern Bearbeitet mit ChatGPT)
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