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Cajon Pass als Erdbebentor könnte Großbeben beschleunigen

Die Universität Bern attestiert im Cajon Pass eine rekordhohe Spannungsbelastung nach 1’000 Jahren: Ein gemeinsames Erdbeben beider Verwerfungen wäre möglich.

  • Erdbebenmodell zeigt: Spannungen in Kalifornien auf Rekordniveau
    Erdbebenmodell zeigt: Spannungen in Kalifornien auf Rekordniveau (Bild: Universität Bern)
  • Erdbebenmodell zeigt: Spannungen in Kalifornien auf Rekordniveau
    Erdbebenmodell zeigt: Spannungen in Kalifornien auf Rekordniveau (Bild: Universität Bern)
  • Erdbebenmodell zeigt: Spannungen in Kalifornien auf Rekordniveau
    Erdbebenmodell zeigt: Spannungen in Kalifornien auf Rekordniveau (Bild: Universität Bern)
2026-06-09 07:25:04
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Quelle: Universität Bern

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Dr. Liliane Burkhard von der Universität Bern hat 1’000 Jahre Erdbebengeschichte entlang der San-Andreas- und San-Jacinto-Verwerfungen modelliert. Ziel war es, die heutige Spannungsbelastung am Cajon Pass abzuschätzen.

Die Studie zeigt, dass die Spannungen aktuell das höchste Niveau der letzten Jahrtausends erreichen und teils übersteigen. Der Cajon Pass wird als Erdbebentor beschrieben, der steuert, ob Großbeben auf eine einzelne Verwerfung beschränkt bleiben oder beide Systeme gleichzeitig erfassen.

Region mit hoher Anfälligkeit und Infrastruktur

Der Fokus liegt auf der Nähe von Los Angeles; betroffene Zentren sind der Großraum Los Angeles, San Bernardino, Riverside und das Coachella Valley. Durch den Cajon Pass verlaufen wichtige Autobahnen, Eisenbahnlinien und Energiestrukturen.

Die Forscher betonen, dass ein gemeinsames Erdbeben beider Verwerfungen weitaus schwerere Folgen hätte als ein isoliertes Ereignis. Historische Beispiele zeigen unterschiedliche Muster: 1857 endete das Fort-Tejon-Beben am Cajon Pass, 1812 durchbrach ein Beben beide Systeme in einem einzigen Ereignis.

Physikbasierte Modelle helfen bei Vorbereitung

Das Team nutzte ein vierdimensionales Erdbebenzyklusmodell und kombinierte es mit 1’000-jähriger Erdbebenaufzeichnung aus geologischen Daten. Die Studie sei kein Vorhersagemodell, sondern liefere eine realistische Bandbreite möglicher Szenarien zur Gefahreneinschätzung und Infrastrukturplanung.

Aktuell liegt die Spannungsbelastung am San-Jacinto-Bernardino-Abschnitt bei 3,6 MPa und am Mojave-Süd-Abschnitt der San-Andreas-Verwerfung bei 2,8 MPa. Die Ergebnisse legen nahe, dass die beteiligten Segmente ähnliche Spannungsniveaus aufweisen, was Historie und Wahrscheinlichkeit gemeinsamer Erdbeben beeinflusst.

(Quelle:Universität Bern Bearbeitet mit ChatGPT)

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