regional
Die im Stadtteil Mattenhof-Weissenbühl gelegene Volksschule Sulgenbach soll gesamtsaniert und erweitert werden. Um ein qualitativ überzeugendes Projekt zu ermitteln, hat die Stadt Bern einen offenen Projektwettbewerb für Planungsteams durchgeführt. Als Sieger wählte die Jury das Projekt «SULLY» aus.
2026-10-12 10:05:04Die im Stadtteil Mattenhof-Weissenbühl gelegene Volksschule Sulgenbach soll gesamtsaniert und erweitert werden. Um ein qualitativ überzeugendes Projekt zu ermitteln, hat die Stadt Bern einen offenen Projektwettbewerb für Planungsteams durchgeführt. Als Sieger wählte die Jury das Projekt «SULLY» aus.Das Hauptgebäude der Volksschule Sulgenbach wurde 1870 gebaut und ist im Inventar der Denkmalpflege als schützenswert enthalten. Heute umfasst die Schulanlage zudem eine Turnhalle aus dem Jahr 1947, einen Mehrzweckpavillon aus dem Jahr 2005 sowie einen Erweiterungsbau und einen Holzschopf aus dem Jahr 2015.Das Hauptschulgebäude und die Einfachturnhalle der Schulanlage Sulgenbach müssen gesamtsaniert werden, da sie nicht mehr den heutigen Anforderungen an Pädagogik, Technik und Betrieb entsprechen. Zudem war im Wettbewerbsprogramm eine bauliche Erweiterung oder ein Neubau des Mehrzweckpavillons vorgesehen. Ausserdem wird die Tagesbetreuung, die sich heute an der Tscharnerstrasse 10 befindet, wieder auf dem Schulareal integriert. Für die bestehenden Bauten wird der Minergie-ECO-Standard angestrebt.Insgesamt wurden 14 Projekte eingereicht. Das Siegerprojekt «SULLY» überzeugt durch einen sorgfältigen Umgang mit den Bestandsbauten, eine präzise Erweiterung des Mehrzweckpavillons und eine klare, flexible Nutzungsorganisation. Die rechtwinklig zum Hauptbau ausgerichtete Gebäudeform des Pavillons wird nach Norden und Osten erweitert und erhält einen Zugang vom tiefer gelegenen Pausenplatz. Der Pavillon wird dadurch zum Verbindungselement zwischen Pausenplatz und Rasenfeld.Durch die geringe Verbreiterung des Pavillons bleibt das Rasenspielfeld weitgehend erhalten. Im Bereich der Böschung entsteht mit grosszügigen Abtreppungen undeiner sorgfältigen Begrünung ein attraktiver Spiel- und Aufenthaltsbereich. Der Pausenplatz wird weitgehend entsiegelt.Die Erweiterung stärkt die städtebauliche Einbindung des Pavillons und schafft attraktive Lern-, Aufenthalts- und Begegnungsorte – sowohl im Innen- wie im Aussenraum. Die bestehende Trag- und Raumstruktur wird sorgfältig weiterentwickelt und ermöglicht eine hohe Nutzungsflexibilität sowie eine hindernisfreie Erschliessung aller Geschosse. Besonders positiv werden die vielfältigen Raumangebote, der gedeckte Pausenbereich und die qualitätsvolle Gestaltung der Aussenräume beurteilt. Insgesamt überzeugt «SULLY» als eigenständiger und sehr qualitätsvoller Beitrag zur Weiterentwicklung der Schulanlage.Das Siegerprojekt wird nun gemäss den Empfehlungen der Jury weiterentwickelt und konkretisiert. Die zu erwartenden Investitionskosten für die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Sulgenbach liegen zwischen 18 und 23 Millionen Franken. Über den Baukredit kann die Stadtberner Stimmbevölkerung voraussichtlich 2029 abstimmen. Die Bauarbeiten sind von 2029 bis 2031 geplant. Während der Bauphase finden die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Sulgenbach im Provisorium Gaswerkareal Platz.