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Der erste Controllingbericht zur Energie- und Klimastrategie 2035 zeigt: Die Stadt Bern ist bei der Reduktion ihres gesamten Treibhausgasausstosses auf Kurs. Das Zwischenziel gemäss Klimareglement wurde 2025 mit 3,12 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Kopf erreicht. Auch spezifisch im Sektor Wärme sind die Zwischenziele eingehalten. Im Sektor Mobilität hingegen wurden sie knapp nicht erreicht. Der Gemeinderat will deshalb insbesondere den Fuss- und Veloverkehr weiter fördern und die E-Mobilität vorantreiben. Zudem ist bei Gebäuden der Solarausbau zu stärken.
2026-10-15 11:05:03Der erste Controllingbericht zur Energie- und Klimastrategie 2035 zeigt: Die Stadt Bern ist bei der Reduktion ihres gesamten Treibhausgasausstosses auf Kurs. Das Zwischenziel gemäss Klimareglement wurde 2025 mit 3,12 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Kopf erreicht. Auch spezifisch im Sektor Wärme sind die Zwischenziele eingehalten. Im Sektor Mobilität hingegen wurden sie knapp nicht erreicht. Der Gemeinderat will deshalb insbesondere den Fuss- und Veloverkehr weiter fördern und die E-Mobilität vorantreiben. Zudem ist bei Gebäuden der Solarausbau zu stärken.Das Klimareglement der Stadt Bern legt verbindliche Zwischenziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen fest. Spätestens ab 2045 sollen auf dem Stadtgebiet weniger Treibhausgase freigesetzt als gebunden werden. Regelmässig überprüft die Stadt, ob sie die Zwischenziele erreicht hat. Für das Jahr 2025 schreibt das Klimareglement bei den gesamten Treibhausgasemissionen im Stadtgebiet einen Wert von 3,14 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Kopf vor. Mit 3,12 Tonnen liegt die Stadt Bern auf dem vorgesehenen Absenkpfad. Das zeigt das erste Controlling der gesamtstädtischen Energie- und Klimastrategie 2035. «Es ist erfreulich, dass die Massnahmen Wirkung zeigen. Damit wir die Klimaziele weiterhin erreichen, müssen wir den eingeschlagenen Weg aber konsequent weiterführen. Dafür braucht es alle – die Stadt Bern, die Wirtschaft und die Bevölkerung», sagt Gemeinderat Alec von Graffenried, Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie.Positiv entwickelten sich die Werte im Sektor Wärme. Das Zwischenziel 2025 von 1,77 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Kopf wurde mit 1,69 Tonnen erreicht. Seit 2019 sanken die Emissionen um 29 Prozent. Dazu beigetragen haben insbesondere der Ersatz fossiler Heizungen, der Ausbau der Fernwärme, Gebäudesanierungen und die zunehmende Menge Biogas im städtischen Netz. «Der Wärmebereich ist aber immer noch für mehr als 50 Prozent der Emissionen auf dem Stadtgebiet verantwortlich. Deshalb bleiben energieeffiziente Gebäude wichtig. Fossile Heizungen müssen zudem konsequent ersetzt werden», ordnet Gemeinderat Alec von Graffenried ein.Die Nutzung der Solarenergie hat auf dem Stadtgebiet wesentlich zugenommen. Die bisherige Entwicklung reicht aber nicht aus, um die ambitionierte Zielvorgabe der Energie- und Klimastrategie 2035 zu erreichen. Der Gemeinderat will deshalb das Potenzial auf städtischen Liegenschaften maximal ausschöpfen und die Anlagen möglichst mit Batteriespeichern ausrüsten. Bei privaten Liegenschaften ist der Handlungsspielraum der Stadt Bern nach wie vor begrenzt. Seit dem 1. Januar 2026 sind allerdings im Kantonalen Energiegesetz eine Solarpflicht bei Neubauten und eine Meldepflicht zum Solarpotenzial bei Sanierungen verankert. Informationsveranstaltungen der Verwaltung und die Energieberatung Stadt Bern unterstützen private Liegenschaftsbesitzer*innen bei Fragen zur Errichtung von Solaranlagen.Im Sektor Mobilität sieht das Klimareglement für das Jahr 2025 einen Ausstoss von 0,54 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Kopf vor. Mit 0,61 Tonnen wurde dieses Zwischenziel knapp nicht erreicht. Seit 2019 sind die Emissionen im Sektor Mobilität um 16 Prozent zurückgegangen. Der motorisierte Individualverkehr nahm im gleichen Zeitraum weiter ab. Bei der Elektrifizierung – insbesondere beim Angebot von Ladestationen für Elektroautos im öffentlichen Raum – und beim Ausbau der Fuss- und Veloinfrastruktur besteht jedoch weiterhin Handlungsbedarf. «Die Entwicklung zeigt grundsätzlich in die richtige Richtung, und wir bleiben dran», sagt Gemeinderat Matthias Aebischer, Direktor für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün. Innerhalb der nächsten Monate wird der Gemeinderat prüfen, welche Massnahmen prioritär vorangetrieben und finanziert werden können.Klimaziele bestehen in Bern für das Stadtgebiet, aber auch spezifisch für die Stadtverwaltung. Für letztere gilt Netto-Null bis 2041. Der Gesamtabsenkpfad sieht für das Jahr 2025 3’749 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr vor und wurde mit 3’366 Tonnen eingehalten. Die Überprüfung zeigt jedoch, dass die Umrüstung der Fahrzeugflotte auf umweltfreundlichere Antriebe zu langsam voranschreitet. Sowohl bei den Personenwagen wie auch bei den Nutzfahrzeugen wurden die festgesetzten Werte nicht erreicht. Im Sektor Wärme befindet sich die Stadtverwaltung auf dem vorgesehenen Absenkpfad. Es gilt aber insbesondere, den Wärmeverbrauch durch energetische Sanierungen weiter zu reduzieren.