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Erfreuliche Entwicklung der Sozialhilfequote in der Stadt Biel hält an

Das neunte Mal in Folge hat die Sozialhilfequote in der Stadt Biel abgenommen.
Dies zeigt der am 27. Oktober 2026 veröffentlichte Kennzahlenbericht zur
Sozialhilfe in Schweizer Städten 2025. Die Sozialhilfequote liegt neu bei 7,9
Prozent. Schwerpunktthema des diesjährigen Berichts sind Alleinerziehende in
der Sozialhilfe. Sie tragen weiterhin ein besonders hohes Sozialhilferisiko.

2026-10-27 10:05:10
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Quelle: Stadtverwaltung Biel

Leider ergab Ihre Suchanfrage keinen Treffer. Versuchen Sie es mit einem anderen Begriff.Das neunte Mal in Folge hat die Sozialhilfequote in der Stadt Biel abgenommen. Dies zeigt der am 27. Oktober 2026 veröffentlichte Kennzahlenbericht zur Sozialhilfe in Schweizer Städten 2025. Die Sozialhilfequote liegt neu bei 7,9 Prozent. Schwerpunktthema des diesjährigen Berichts sind Alleinerziehende in der Sozialhilfe. Sie tragen weiterhin ein besonders hohes Sozialhilferisiko.Im am 27. Oktober 2026 publizierten Kennzahlenbericht der Städteinitiative Sozialpolitik (Städteverband) werden die Sozialhilfedaten von 14 Schweizer Städten verglichen und vertieft analysiert. So können strukturelle Gründe für den Sozialhilfebezug erkannt und Veränderungen erklärt werden. Im Jahr 2025 ist die Sozialhilfequote in Biel zum neunten Mal in Folge gesunken. Sie liegt gemäss den Berechnungen des Bundesamtes für Statistik bei 7,9 Prozent (2023: 9,3%; 2024: 9,1%). Der deutliche Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist teilweise auf die nationale Umstellung der statistischen Erfassung zurückzuführen. Tatsächlich verlief die Abnahme zwischen 2023 und 2025 kontinuierlich.Erfreulich ist die Entwicklung bei Kindern und jungen Erwachsenen. Die Sozialhilfequote der Kinder sank von 19,6 Prozent im Jahr 2021 auf 13,8 Prozent im Jahr 2025. Dennoch ist weiterhin jedes siebte Kind in Biel auf Sozialhilfe angewiesen. Bei den 18- bis 25-Jährigen sank die Quote auf 8 Prozent, was auf eine Normalisierung auf das Niveau vor der Covid-Krise hindeutet.Trotz des anhaltenden Rückgangs bleibt die Sozialhilfequote in Biel hoch. Dies hängt mit verschiedenen strukturellen Faktoren zusammen. Die Digitalisierung und der Rückgang industrieller Arbeitsplätze erschweren insbesondere Personen ohne Berufsabschluss den Zugang zum Arbeitsmarkt. 65 Prozent der Sozialhilfebeziehenden verfügen über keine berufliche Ausbildung. Gleichzeitig lag die Arbeitslosenquote 2025 mit 5,6 Prozent deutlich über dem Schweizer Durchschnitt von 2,8 Prozent und auch doppelt so hoch wie im Berner Kantonsschnitt.Weitere Faktoren sind das vergleichsweise günstige Wohnungsangebot, der hohe Anteil an Geflüchteten und vorläufig aufgenommenen Personen sowie die Vielzahl an geschiedenen Ehen. Vor diesem strukturell herausfordernden Hintergrund ist die rückläufige Sozialhilfequote besonders erfreulich. Die Entwicklung zeigt, dass mit den Sozialhilfebeziehenden engagiert an deren Integration gearbeitet wird und dass die Betroffenen sich anstrengen, die vielen Hürden zu meistern, die ihnen diesen Weg erschweren.Der diesjährige Kennzahlenbericht widmet sich der Situation von Alleinerziehenden. Diese tragen ein besonders hohes Armuts- und Sozialhilferisiko. In Biel lebten 2025 rund 59 Prozent der unterstützten Kinder in Einelternhaushalten. Zwar hat sich die Situation verbessert: Während 2015 noch etwa jeder zweite Einelternhaushalt Sozialhilfe bezog, war es 2024 nur noch rund jeder dritte.Viele Alleinerziehende sind erwerbstätig. Ihr Einkommen reicht jedoch häufig nicht zur Existenzsicherung. Fehlende Berufsabschlüsse, unregelmässige Arbeitszeiten und ungenügende Kinderbetreuungsmöglichkeiten an Randzeiten erschweren den beruflichen Einstieg zusätzlich. Anders als in einigen Vergleichsstädten fehlen im Kanton Bern zudem Familien-Ergänzungsleistungen, welche betroffene Haushalte finanziell entlasten könnten.Die Stadt Biel hat mit den Betreuungsgutscheinen einen wichtigen Schritt für die berufstätigen Eltern gemacht. Sie verfügt zudem mit dem «frac» über ein bewährtes Beratungsangebot für Fragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Erziehung. Das auf Anregung der Stadt entwickelte Angebot «Berufliche Integration für Mütter – BIM» von «frac» unterstützt insbesondere Mütter beim beruflichen Wiedereinstieg. Im Zentrum stehen berufliche Perspektiven, die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit sowie die Organisation der Kinderbetreuung, also die grossen Hürden beim Wiedereinstieg nach der Geburt von Kindern.Die Sozialhilfe stösst bei der Unterstützung von Alleinerziehenden jedoch auch an strukturelle Grenzen. Nachhaltige Verbesserungen erfordern deshalb ein Zusammenspiel von Sozial-, Familien-, Bildungs- und Wohnungspolitik auf kommunaler aber auch auf kantonaler und sogar nationaler Ebene. Der Gemeinderat begrüsst die anhaltend rückläufige Sozialhilfequote. Die Unterstützung besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen bleibt weiterhin eine wichtige Aufgabe der sozialpolitischen Aktivitäten mit geteilter Verantwortung von Kanton und Gemeinden.Hinweis: Mit der Benutzung der Social-Share-Funktion verlassen Sie die Website der Stadt Biel und externe Plattformen können Ihre Daten erfassen und verarbeiten. Mehr Informationen



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