Wissenschaft
Eine neue Studie aus Bern und dem Inselspital belegt: Der Erfolg einer Stuhltransplantation hängt davon ab, ob sich die passenden Bakterienstämme dauerhaft im Darm ansiedeln; Diversität oder Dosis allein reichen nicht aus.
Eine neue Studie der Universität Bern und des Inselspitals belegt, dass der Erfolg einer Stuhltransplantation nicht von der Anzahl verschiedener Bakterien oder der Gesamtmenge abhängt, sondern davon, ob sich bestimmte Bakterienstämme dauerhaft im Darm etablieren können. Das Team um Bahtiyar Yilmaz zeigt, dass der Darm wie ein selektiver Filter wirkt und nur wenige Stämme langfristig bleiben.
In der Untersuchung wurden das Darmmikrobiom von 13 Spender-Empfänger-Paaren analysiert. Ergebnis: Auf Stammebene dominieren nur wenige neue Spenderstämme dauerhaft, Lachnospiraceae-Untergruppen kolonisieren zwar häufig, bleiben aber oft nicht fest. Seltenere Bakterien verhindern das Establishment erfolgreicher Spenderstämme besser.
Das Forschungsteam schlussfolgert, dass künftig Mikrobiom-Behandlungen nicht mehr primär nach Artenvielfalt, sondern nach geeigneten Stämmen bewertet werden sollten. Langfristig könnten gezielt aus ausgewählten Stämmen Mischungen entwickelt werden, die sich zuverlässig ansiedeln und effektiver wirken als herkömmliche FMT.
Die Ergebnisse wurden in Cell Reports veröffentlicht und dienen der Weiterentwicklung personalisierter Therapien im Darmbereich. Die Forscher planen weitere Studien mit mehr Patientinnen und Patienten, um das Immunsystem und die Bakterien-Erbgutdetails genauer zu untersuchen.
(Quelle:Universität Bern Bearbeitet mit ChatGPT)
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Bern zeigt: Stuhltransplantationen hängt etablierten Bakterienstämmen