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Die Aare kennen alle. Doch neben Berns prominentestem Fluss gibt es viele weitere Gewässer im Stadtgebiet. Was braucht es alles, um die Berner Wasserwelten instand zu halten?
Die Aare kennen alle. Doch neben Berns prominentestem Fluss gibt es viele weitere Gewässer im Stadtgebiet. Was braucht es alles, um die Berner Wasserwelten instand zu halten?Das rauschende Wasser glitzert leicht in der Sonne. In der kühlen Brise fallen Blätter in Herbstfarben von den Bäumen. Eine grünschimmernde Libelle tanzt über die Wasseroberfläche, während ein Frosch einen Blick aus dem Wasser wagt. Irgendwo in der Nähe singt eine Amsel ihr Lieblingslied. Wer eine Auszeit von der alltäglichen Hektik und den zahlreichen Verpflichtungen sucht, wird an einem der zahlreichen Gewässer in Bern fündig und kann für einen Moment die Seele baumeln lassen.Über 30 Bäche und Weiher gehören zum städtischen Gewässernetz und sind sogleich Lebensraum für Tiere und Pflanzen als auch Erholungsgebiete für Menschen. Um die Pflege kümmern sich Daniel Spahni und sein Team der Abteilung Betrieb+Unterhalt (B+U) von Tiefbau Stadt Bern (TSB).«Unser Aufgabengebiet ist breit: Täglich reinigen wir sämtliche Rechen, die vor Rohren und Eindohlungen montiert sind. Im Herbst sogar mehrmals am Tag, weil es so viel Laub in den Bächen hat.Zweimal im Jahr rücken wir ausserdem für einen mehrwöchigen Grünpflegeeinsatz aus», zählt Spahni auf. Dieser findet normalerweise Mitte Juni und September nach dem Absamen der Pflanzen in Zusammenarbeit mit Stadtgrün Bern (SGB) statt. Da der Transport von Grüngut wegen des Japankäfers eingeschränkt war, fanden die Mäharbeiten und Gehölzpflege an Uferböschungen erst im Oktober statt. «Ausserdem fischen wir Abfälle aus den Gewässern. Einmal lag ein Einkaufswagen im Bachbett», erzählt er lachend.Besteht ein Hochwasserrisiko muss das Team Auflandungen wegräumen, also im Bachbett abgelagertes Material wie Kies, Schlamm oder Sand. «Sonst tritt das Wasser schneller übers Ufer. Das gefährdet Infrastruktur und Wohngebiete», betont Spahni. «Auch Biberdämme müssen wir im Auge behalten.»TSB unterhält nicht nur Gewässer, sondern wertet sie auch auf. Ein Beispiel dafür ist die Verlegung und Renaturierung des Stadtbachs beim Neubau der Besonderen Volksschule Bern in Bümpliz. Die Idee dazu entstand bei Hochbau Stadt Bern. Ziel war es, den kanalisierten Stadtbach in die neue Schulanlage zu integrieren und zu öffnen und so das Schulareal ökologisch aufzuwerten. Gemeinsam mit dem Grundeigentümer Immobilien Stadt Bern hat TSB das Projekt umgesetzt.Seit Ende 2023 ist der neu gestaltete Bachverlauf fertiggestellt und lädt zum Verweilen ein. Aktuell stellt die dortige Brunnenkresse eine Herausforderung dar, da sie den Stadtbach überwuchert.