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Podium: Beute und Kulturerbe – was macht den Kanon aus?

Wann wird aus einer Sammlung eine Geschichte von Beute, Macht und Aneignung? Am Freitag, 23. Oktober 2026, lädt das Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern in Kooperation mit Bühnen Bern zur Podiumsdiskussion «Kanon & Kulturerbe» ein. Vertreterinnen und Vertreter aus Kunst, Kultur und Wissenschaft diskutieren im Stadttheater Bern, wie Kanon und kulturelles Erbe entstehen und sich verändern.(Feed generated with FetchRSS)

Podium: Beute und Kulturerbe – was macht den Kanon aus?
Podium: Beute und Kulturerbe – was macht den Kanon aus? (Bild: Universität Bern)

2026-10-19 21:25:07
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Quelle: Universität Bern

Wann wird aus einer Sammlung eine Geschichte von Beute, Macht und Aneignung? Am Freitag, 23. Oktober 2026, lädt das Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern in Kooperation mit Bühnen Bern zur Podiumsdiskussion «Kanon & Kulturerbe» ein. Vertreterinnen und Vertreter aus Kunst, Kultur und Wissenschaft diskutieren im Stadttheater Bern, wie Kanon und kulturelles Erbe entstehen und sich verändern.Der Anlass geht zudem der Frage nach, wem Kulturerbe gehört und wer darüber entscheidet, welche Objekte, Werke und Geschichten in den Kanon aufgenommen werden. Zur Diskussion steht auch, welche Verantwortung Institutionen gegenüber Menschen und Gemeinschaften tragen, mit deren Erbe und Geschichte die betreffenden Objekte und Überlieferungen verbunden sind.«Ein Kanon ist nie abgeschlossen. Eine veränderte Welt stellt der Vergangenheit neue Fragen – und wer anders fragt, sieht anders und anderes. So rücken Menschen, Arbeiten und Regionen in den Blick, die immer schon da waren und nicht gesehen wurden. Diese ‹Arbeit› am Kanon lehrt uns, dass die Gegenwart vielschichtiger ist, als uns die alten Geschichten glauben liessen», sagt Prof. Dr. Beate Fricke vom Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern.Beate Fricke diskutiert mit Nina Zimmer, Direktorin des Kunstmuseums Bern und des Zentrums Paul Klee, der Regisseurin und Dramaturgin Miriam Ibrahim sowie Rainer Karlitschek, Operndirektor von Bühnen Bern. Das Gespräch moderiert SRF-Kulturredaktorin Elinor Landmann.Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Bern mit Bühnen Bern. Sie findet im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Forschungsprojekts «The Inheritance of Looting. Medieval Trophies to Modern Museums» (2023–2026) statt (https://looting.ch).Das interdisziplinäre Forschungsprojekt am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern untersucht in einer historischen Langzeitperspektive vom Mittelalter bis in die Gegenwart, wie erbeutete Objekte umgedeutet und angeeignet wurden und auf welche Weise sie zu Kulturerbe wurden. Im Zentrum stehen unter anderem die sogenannte Burgunderbeute aus den Schlachten von Grandson und Murten 1476 sowie die unter anderem während der Reformation beschlagnahmten Kirchenschätze von Königsfelden und Lausanne.Die Forschungsergebnisse fliessen unter anderem in die virtuelle Ausstellung «Raub und Ruhm» ein, die am 1. Dezember 2026 lanciert wird (https://looting.ch/virtual-exhibition). Begleitend zur Ausstellung «Murten, ausgeschlachtet. Ein Sieg wird in Szene gesetzt» im Bernischen Historischen Museum (25.02.2026–09.05.2027) sind zudem vier Bände der Reihe «Raub und Ruhm. Erbeutetes Erbe im Museum» erschienen. Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.Das Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern erforscht und lehrt die Geschichte der Kunst in globaler Perspektive. Regionale Schwerpunkte liegen auf der europäischen, islamischen, süd- und nordamerikanischen Kunst vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Zu den Forschungsgegenständen gehören Architektur, Malerei, Skulptur und Kunsthandwerk – mit einem besonderen Schwerpunkt auf den textilen Künsten – sowie Fotografie und Neue Medien. Weitere Informationen: https://www.ikg.unibe.ch



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